Literaturpreis der Stadt Graz

Graz (OTS) - Über Vorschlag einer Jury unter dem Vorsitz von
Dr. Otto Breicha und den Mitgliedern Johannes Frankfurter, Dr. Heinz Hartwig , Prof. Dr. Gerhard Melzer und Chefredakteur Dr.
Kurt Wimmer hat der Grazer Stadtsenat die Zuerkennung des Literaturpreises der Stadt Graz 1997 (Franz Nabl-Preis) in der
Höhe von S 150.000,- an Herta Müller beschlossen.

Als Antragsteller berichtete Kulturstadtrat Dipl.Ing. Helmut Strobl , daß der Literaturpreis der Stadt Graz alle zwei Jahre und heuer bereits zum 12. Mal vergeben wird. Die bisherigen
Preisträger waren die Autoren Elias Canetti, Manés Sperber, Ilse Aichinger, Hermann Lenz, Christa Wolf, Peter Handke (weitergegeben an Michael Donhauser und Walter Grond), Wolfgang Koeppen, H.C. Artmann, Wilhelm Muster, Martin Walser und Christoph Ransmayr.

Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf im rumänischen Banat geboren. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Temeswar und arbeitete als Übersetzerin beziehungsweise Deutschlehrerin. Seit 1984 lebt sie als freischaffende Schriftstellerin, zur Zeit in Hamburg. An Auszeichnungen für ihre literarische Tätigkeit erhielt sie bisher unter anderem den Literaturförderpreis der Freien Hansestadt Bremen (1985), den Kritiker-Preis des Verbands
deutscher Schriftsteller (1992), den Kleist-Preis (1994) und den europäischen Aristeion-Preis (1995).

In der Jurybegründung heißt es unter anderem: "Ihre Herkunft prägt Inhalt und Form der mittlerweile 12 Buchpublikationen. Es geht in ihren Büchern einerseits um die selbsterzeugten
Verengungen und Erstarrungen im Leben der deutschsprachigen Banatschwaben, (...), andererseits um die klaustrophobische Enge, die das Terrorregime des Diktators Ceausescu erzeugt." ****

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Magistrat Graz

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