SPÖ-Frauen-NÖ warnen erneut vor Kinderbetreuungsscheck

Aufklärungsaktionen in Waidhofen/t. und Krems

St. Pölten (SPI) Die SPÖ-Frauen-NÖ verstehen unter Familienpolitik die Schaffung von Rahmenbedingungen, die Beruf und Familie vereinbar machen. Dabei kommt den Kinderbetreuungseinrichtungen eine zentrale Bedeutung zu. Durch
den gleichrangigen Ausbau von
Kleinstkinderbetreuungseinrichtungen, Kindergärten und Tagesmüttern sollen die jungen Familien selbst entscheiden können, ob beide Elternteile berufstätig sein wollen und welche Betreuungseinrichtung ihnen für ihr Kind am besten erscheint. Der Kinderbetreuungsscheck verfolgt diese Zielsetzung nur scheinbar.
In Wahrheit ist er eine Falle, warnten heute Landesrätin Traude Votruba und die SPÖ-Frauen-NÖ neuerlich im Zuge ihrer Aufklärungsaktion "Achtung Falle : Kinderbetreuungsscheck
ungedeckt !", in Rahmen derer heute Marktaktionen in
Waidhofen/Thaya und in Krems stattfanden. .

Der Kinderbetreuungsscheck ist deshalb eine gefährliche
Falle, weil er in Sackgasse und damit zu einer Benachteiligung tausender jungen Frauen führt Denn:

Mit der Einführung des Kinderbetreuungsschecks (5000 bis 6000 ÖS) würden das Karenzgeld, die Wiedereinstiegsbeihilfe, die Sondernotstandshilfe, die Teilzeitbeihilfe, die Kinderbetreuungsbeihilfe sowie der Alleinverdienerabsetzbetrag gestrichen werden.

Da der Scheck pro Familie gilt, würden Familien mit zwei oder mehr Kindern extrem benachteiligt.

Der Kindergarten müßte dann selbst bezahlt werden, wobei die Kosten eines Betreuungsplatzes beim Beenden des jetzigen Systems
bis zu 12.000,-- monatlich pro Kind betragen könnten.

Der Kindergarten als Ort des sozialen und pädagogisch wertvollen Lernens ginge verloren - was vor allem für die vielen Einzelkinder ein gewaltiger Nachteil wäre, die oft erst im Kindergarten
erstmals das Leben in der Gruppe lernen, das sich Durchsetzen, Rücksichtnehmen, gemeinsam Handeln und vieles mehr.

Die Sozialversicherung müßte selbst bezahlt werden
Durch die geringen Pensionsbeiträge entsteht ein weitaus geringerer Pensionsanspruch und damit die Gefahr von Armut im
Alter oder völliger Abhängigkeit vom Gatten.

Der Wiedereinstieg nach der langen Kinderpause wird fast aussichtslos.

Und den Männern wird keine Chance zur Mitwirkung in der Familienarbeit und Kinderbetreuung gegeben

Statt die Frauen und jungen Familien in diese Falle zu locken, sollen die bestehenden Einrichtungen ausgebaut und dem wirklichen Bedarf weiter angepaßt werden, forderten die SPÖ-Frauen.bei ihrer Marktaktion.
(Schluß)nk/ns

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