Werbewirtschaftliche Tagung zu "Kommunikation in Bewegung"

"Lobbying - ein neues PR-Instrument" und "Trends der Informationstechnologien"

Wien (PWK) - "Wenn sich in Österreich früher einer als Lobbyist bezeichnet hätte, dann wäre er geoutet gewesen, erst seit Brüssel ist Lobbying salonfähig", war der frühere Ö-Molk-Generaldirektor Dr. Helmut Glas einer Meinung mit anderen Teilnehmern der Podiumsdiskussion "Lobbying - ein neues Instrument der PR" zum Auftakt des zweiten Tages der 44. Werbewirtschaftlichen Tagung im Congreß Casino Baden. "Lobbying sei nur aus österreichischer Sicht neu, weil wir keine Multis haben, während Großkonzerne in Europa längst Stabsstellen dafür haben", meinte Robert Andrecs, EU-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Andrecs, Verfasser eines Lobbyismus-Leitfadens, nannte vier Grundregeln für Lobbying: Rechtzeitigkeit, Glaubwürdigkeit, Flexibilität sowie Kürze und Prägnanz. Wolfgang M. Rosam, laut Eigendefinition "Lobbying-Missionar" seit zwei Jahren, bezeichnete Lobbying als wichtige und seriöse Disziplin der Kommunikation und appellierte an die Branche, daß Österreich Lobbying brauche, ein latenter Markt vorhanden sei und mehr zu verdienen sei, als mit herkömmlicher PR.

Höchst interessantes Zahlenmaterial über die "Trends der Informationstechnologien und Telekommunikation für die gewerbliche Wirtschaft in der EU" präsentierte Günter Steven, Gruppenleiter der EU-Generaldirektion XIII. So würden nicht weniger als 40 Prozent des Internet-Geschäftsverkehrs von Klein- und Mittelbetriebe (KMU) besetzt, die Kostenersparnisse bei Verkauf, Kundendienst und Verteilung betragen 40-90 Prozent. Während aber die Wichtigkeit von Internet in Asien und den USA 30 Prozent betragen, liege sie in Europa erst bei 16 Prozent. Europa hole aber im elektronischen Geschäftsverkehr auf: das Internet-Volumen verdopple sich alle 90 Tage, in Großbritannien würden 1998 bereits 59 Prozent der KMU online präsent sein. Dementsprechend entwickelte sich auch die Werbung: mit 215 Mio steigerte sich die online-Werbung im zweiten Quartal 1997 um 66 Prozent gegenüber dem 1. Quartal und um 326 Prozent gegenüber 1-6/1996.

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Rudolf Pasquali

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