"Baukulturelles Erbe" statt "Denkmalpflege"

Niederösterreich hielt 1996 45 Millionen bereit

St.Pölten (NLK) - Eines der wichtigsten Kapitel in der Kulturförderung des Landes war schon bisher der Bereich "Denkmalpflege". Im neuen, vor kurzem vorgelegten Kulturbericht
des Landes, der über die Kulturförderung des Jahres 1996 Auskunft gibt, ist eine der höchstdotierten Sparten die Förderung des "Baukulturellen Erbes". Dieser Bereich löst die Denkmalpflege ab, und der Begriff wird jetzt von allen Bundesländern einheitlich angewandt, um eine bessere Vergleichsmöglichkeit zu schaffen. Überdies ist der Ausdruck "Baukulturelles Erbe" aussagekräftiger als "Denkmalpflege", da er darauf hinweist, daß es sich bei dem jeweiligen Bauwerk um ein kulturell wichtiges Erbe für die nächsten Generationen handelt.

Durch Vorgriffe im Jahr 1995 auf Denkmalpflegemittel des Jahres 1996 kommt es zu einer Verschiebung der Förderungssummen zugunsten des Jahres 1995. Die Höhe lag 1996 deshalb nur bei 45,3 Millionen Schilling.

Wie alljährlich, gingen auch 1996 die meisten Mittel in den kirchlichen Bereich. Kir-chen, Kapellen, Klöster, Stifte, Pfarrhöfe sowie auch Orgeln wurden mit 30,9 Millionen Schilling gefördert. So wurden beispielsweise für das Stift Melk 4 Millionen Schilling, für die Herstellung der Wallfahrtskirche in Kleinmariazell 3 Millionen Schilling und für das Stift Zwettl 2 Millionen Schilling bereitgestellt. Insgesamt wurden 94 Objekte ge-fördert. Die niedrigsten Förderungsbeiträge lagen bei 15.000 Schilling, die meisten bewegten sich im sechsstelligen Bereich.

Burgen, Schlössern, Stadtmauern und Ruinen kamen Förderungssummen von 5,3 Millionen Schilling zugute. Bedeutendstes Objekt in diesem Bereich: Schloß Schwar-zenau mit 1 Million Schilling. Sonstige kulturell bedeutende Häuser wurden mit einer Summe von 7,6 Millionen Schilling gefördert, wichtigstes Objekt
war das Stadttheater Berndorf mit 2,5 Millionen Schilling. Im Kapitel "Sonstiges" - Gesamtdotation 1,5 Mil-lionen Schilling -finden sich Bauwerke wie ein ehemaliger Kornspeicher in Ebenthal (400.000 Schilling) ebenso wie Kleindenkmäler, Mariensäulen und Nepomukstatuen.

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