WKÖ-Präsident Maderthaner auf Wirtschaftsmission in Indien

Günstiger Zeitpunkt für Österreichs Exportwirtschaft - Potential des Milliardenmarktes bei weitem nicht ausgeschöpft

Wien (PWK) - Durch die seit 1991 konsequent betriebene wirtschaftliche Liberalisierungspolitik Indiens, bieten sich auf dem indischen Markt in zunehmendem Maße gute Absatzchancen für Investitionsgüter und Industriezulieferungen. "Dieser günstige Zeitpunkt für Österreichs Exportwirtschaft muß ausgenützt werden", weiß der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner. Um die österreichischen Exporte und Kooperationen auf diesem 945 Millionen Einwohner zählenden Markt anzukurbeln, reist Maderthaner von 8. bis 15. November mit einer 15-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach New Delhi, in das Wirtschaftszentrum Mumbai (ehemals Bombay) und nach Bangalore, dem 'Silicon Valley' Indiens. ****

Bereits im Vorjahr führte Maderthaner eine Wirtschaftsmission nach Indien durch, bei der er sich auf den nördlichen Teil des zurecht als 'Subkontinent' bezeichneten Großstaates konzentrierte. Der WKÖ-Präsident unterzeichnete damals das Rahmenabkommen CII (Confederation of Indian Industries) zur Intensivierung der österreichisch-indischen Beziehungen. Mit seinem aktuellen Besuch, der ihn vor allem nach Südindien führen wird, trägt er diesem Abkommen Rechnung. Auf dem Programm der Wirtschaftsmission stehen Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertetern sowie mit potentiellen Partnerfirmen der teilnehmenden österreichischen Unternehmen. Ebenso werden österreichisch-indische Joint-Venture-Unternehmen besucht, von denen in Indien insgesamt 50 erfolgreich tätig sind.

"Österreichs Exporte nach Indien sind kräftig im Aufwind", berichtet Gerhard Kernthaler, Südasien-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich. "Von 1994 auf 1995 nahmen diese um 56 Prozent zu und 1996 erneut um fast 28 Prozent". Den österreichischen Lieferungen im Wert von 1,8 Mrd Schilling standen im Vorjahr Importe in der Höhe von 1,9 Mrd Schilling gegenüber. Daß die heimischen Exporte im ersten Halbjahr 1997 gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 22,8 Prozent zurückgingen, zeige keine Änderung des aufstrebenden Trends sondern die Abhängigkeit von Großprojekten, so Kernthaler. Für das zweite Halbjahr sei wieder ein Aufschwung zu erwarten.

Die weitaus stärksten Warengruppen, die von Österreich nach Indien gelangen, sind Maschinen und Fahrzeuge, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, Stahl und Papier. Importseitig liefert Indien vor allem Bekleidung und Textilien sowie Leder und Lederwaren, aber auch Maschinen, chemische Produkte, Schmuck, Kaffe, Tee, Gemüse und Früchte.

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Dr. Gerhard Kernthaler

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