Lesben- und Schwulendemo in Rom im Jahr 2000

Historische weltweite Lesben- und Schwulenkonferenz unterstützt World Pride Veranstaltung in Rom im Jahr 2000

Wien (OTS) - Die 16. Jahreskonferenz von Interpride, des Dachverbandes der lesbischen, schwulen und transgender Pride-OrganisatorInnen, die dieses Jahr in New York stattfand, hat zum ersten Mal den Titel "World Pride" vergeben und ihn Rom für das Jahr 2000 zugesprochen. Der Antrag, der von den italienischen Organisationen Arcigay und Circolo di Cultura Omosessuale "Mario Mieli" eingebracht wurde, sieht eine Konferenz in Bologna und eine Demonstration und ein Konzert in Rom im Jahre des römisch-katholischen Jubiläums, dem "anno santo", vor. Ein weltweites Unterstützungskomitee wurde gebildet und Pläne, durch massive Präsenz und Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen im Herzen der institutionalisierten Unterdrückung die Kirche zur Aufmerksamkeit zu zwingen, sind bereits weit gediehen.

Der Arcigay-Sprecher Renato Sabaddini war überwältigt: "Natürlich haben wir erwartet, daß uns die anderen Pride-OrganisatorInnen unterstützen werden, aber wir sind begeistert über den unmißverständlichen Auftrag und die Unterstützung, die wir in New York erhielten." Die frisch gewählten gemeinsamen PräsidentInnen von Interpride, Julie Siska (aus Houston, Texas) und Teddy Witherington (vormals aus London jetzt San Francisco) waren ebenso erfreut und meinten in einem gemeinsamen Kommuniqué: "Am Beginn eines neuen Jahrtausends sendet die erste World Pride Veranstaltung der Erde ein Signal der Einheit an Lesben und Schwule in der ganzen Welt. Sie sendet auch ein starkes Signal an all jene, die noch immer unsere Existenz ignorieren und uns grundlegende Menschenrechte versagen. Zum ersten Mal in der Geschichte gehen wir, ohne den Wunsch irgendwelche Ringe zu küssen, nach Rom."

Die Konferenz, die in New York abgehalten und von Heritage of Pride, dem New Yorker Pride Komitee, organisiert wurde, versammelte über 200 Pride-OrganisatorInnen aus über 19 Ländern und 5 Kontinenten. Die Konferenz zeichnete sich durch einen starken Anstieg der Anzahl der nicht-amerikanischen TeilnehmerInnen aus, wobei Delegierte aus Buenos Aires, Simbabwe, Neuseeland, Jerusalem und einige aus Europa erstmals teilnahmen. Auch die Wiener Regenbogen Parade war vertreten.

"Einheit durch Vielfalt" wurde von den Delegierten zum internationalen Pride-Motto für 1998 erklärt und eine Vielzahl von Workshops wurde zu den verschiedensten Aspekten von Pride-Veranstaltungen abgehalten, von der Weiterentwicklung und Erhaltung einer Pride-Organisation bis zum Organisieren einer Pride-Veranstaltung. Die TeilnehmerInnen tauschten ihre Erfahrungen aus und alle verließen New York reicher an Informationen und an internationalen und regionalen Kontakten, die bei der Konferenz geknüpft wurden.

Der Pressesprecher und PR-Vorstand der Regenbogen Parade in Wien, Mag. Robert Kastl, nahm an der Konferenz teil und betonte die Wichtigkeit dieses Treffens: "Die Konferenz hat gezeigt, daß Lesben, Schwule und Transgender-Personen in Österreich sich auf dem richtigen Weg befinden. International ist die Regenbogen Parade bereits ein Ereignis, das sich durchaus mit den großen Lesben- und Schwulendemonstrationen der Welt messen kann. Die New Yorker Konferenz hat uns für 1998 einige neue Ideen gebracht und sie hat gezeigt, wie wichtig eine internationale Verknüpfung für den gemeinsamen Kampf gegen die weltweite Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgenders ist."

Rückfragen & Kontakt:

Interpride -- International Association of Lesbian & Gay Pride
Coordinators:

Teddy Witherington (San Francisco): 001-415-864-3733 oder
tedsfpride@aol.com

CSD Wien - Verein zur Organisation und
Durchführung der Regenbogen Parade
Mag. Robert Kastl: (0664) 412 11 61 oder
robert@gay.at

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