Multiplex-Öffnung am Sonntag:

Marktnischen für Kleine sichern

Wien (OTS) - Die lex Multiplex des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll trifft den Lebensnerv der Wiener Klein-und Kleinstbetriebe, erklärt der FWV-Sektionsobmann Handel, Gerhard Kietreiber. Den nunmehr für den Wiener Handel ins Haus stehenden Konsequenzen aus der Sonntags-Offensive des Multiplex kann nur mehr mit Überlegungen zu einer totalen Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten für Kleinstbetriebe in Wien entgegengetreten werden, sagt Kietreiber.

Eine gezielte Politik der Öffnung von zeitlichen Marktnischen für Wiener Kleinstbetriebe müsse nun deren Existenz sichern. Ein existenzbedrohender Einbruch des Wiener Handels und der massive Verlust von Arbeitsplätzen und Infrastruktur im städtischen Raum seien sonst unvermeidlich.

Schuld an der Misere, die nun Wiener Kleinstbetriebe in die unvermeidliche und ungewollte totale Liberalisierung der Öffnungszeiten treibe, sei aber nicht nur der Alleingang Niederösterreichs. Die Wiener Wirtschaftskammer hat eine rechtzeitige Intervention zugunsten der Wiener Betriebe verabsäumt. Die Zeche des Kaufkraftabflusses in das benachbarte Bundesland hätten nun die ohnehin existenzgefährdeten Kleinunternehmer zu zahlen.

Die einzige realistische Möglichkeit, das existenzbedrohende Kaufkraftgerangel und die ungerechte Konkurrenzsituation zwischen Wien und Niederösterreich für die Wiener Handelsbetriebe auszugleichen, sei die totale Freigabe der Ladenöffnungszeiten für Kleinst- und Familienbetriebe. Ein Abschmettern dieser Diskussion durch den Hinweis auf verfassungsrechtliche Probleme werde man beim FWV nicht akzeptieren, kündigt Kietreiber an.

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