Sacher: Finanzdebakel bei der Wachauer Messe AG!

Strenge Überprüfung und rigorose Aufklärung der Vorgänge gefordert!

St. Pölten, (SPI) - "´Der Vorstand der Wachauer Messe AG, Wolfgang Hauer, ist zurückgetreten.´ Hinter dieser lapidaren ORF-Mitteilung vom 4. November steckt mehr als angebliche Unstimmigkeit über das Marketingkonzept. In Wahrheit hat Hauer in seiner kurzen Funktionszeit durch gewaltige Überschreitungen der budgetären Ausgaben ein Finanzdebakel verursacht. Wir verlangen eine Strenge Überprüfung aller Geschäftsunterlagen und eine rigorose Aufklärung über sämtliche Vorgänge, um die Stadt vor großem Schaden zu bewahren", fordert die Kremser SPÖ und Vizebürgermeister Labg. Ewald Sacher.****

"Das Jahr 1996, in dem Wolfgang Hauer bestellt wurde, schloß bereits mit einem deutlichen Verlust ab. Gehofft wurde damals
noch, daß die große NÖ Landesmesse mit dem Wachauer Volksfest 1997 diesen Verlustvortrag verringern würde. Sämtliche Messeveranstaltungen des Jahres 1997 wurden allerdings in finanzieller Hinsicht ein Riesenflop. Das größte Minus fuhr Hauer mit der Weinmesse im Mai 1997 ein, bei der er den veranschlagten Ausgabenrahmen um fast 200 Prozent überzog, während die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben", stellt Sacher fest.

Daraus macht die SPÖ den Hauptverantwortlichen den massiven Vorwurf: Dieses katastrophale Ergebnis der Weinmesse mußte bereits im Juni, spätestens Juli bekannt gewesen sein. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand Hauer offensichtlich völlig falsch informiert. Um so mehr steht der Vorwurf im Raum, daß die Verantwortlichen,
wie z.B. der Aufsichtsratsvorsitzende, die notwendigen begleitende Kontrolle verabsäumten. Dennoch ließt man Hauer für die Landesmesse im August weiterhin freie Hand. Dementsprechend
negativ war auch das Ergebnis.

War in den Vorjahren die Landesmesse mit dem Wachauer Volksfest stets sehr erfolgreich, so fuhr Hauer im Jahr 1997 - trotz Kaiserwetter, einer wesentlich höheren Zahl von Gastronomiebetrieben, deutlich gestiegenen Standgebühren und höheren Eintrittspreisen - ein wesentlich schlechteres Ergebnis ein. 1995 war es Vorstand Göbhard trotz katastrophal schlechten Wetters noch gelungen, ein deutlich positiveres Ergebnis zu erzielen.

"Es stellt sich auch die Frage nach der politischen Verantwortung. Jedenfalls ist die ÖVP für die totale Verpolitisierung dieses Wirtschaftsunternehmens verantwortlich. Seit Jahrzehnten
beherrschen ÖVP-Landes- und Stadtpolitiker die Messe-AG. Noch nie zuvor aber wurden die Messeveranstaltungen derart als Plattform
für ÖVP-Agitation mißbraucht wie 1997 - kurz vor den Kremser Gemeinderatswahlen. Besonders auffällig war dabei der Schulterschluß zwischen dem ÖVP-Gemeinderatskandidaten Messedirektor Hauer und dem ÖVP-Team um Bürgermeister Hölzl. Diese Vorgänge grenzen nahezu schon an Personenkult - wie auch die jüngste Einladung zur Spielzeugmesse vom 31. 10. bis 2. 11. 1997 beweist", kritisiert Sacher.

"Ganz massiv erheben die Kremser SPÖ-Mandatare den Vorwurf, daß dem Aufsichtsratsvorsitzenden ÖVP-Bundesrat Kaufmann sowie Bürgermeister Franz Hölzl die Mißstände schon spätesten im Sommer bekannt gewesen sein mußten, diese jedoch die Mißstände bis wenige Tage nach den Gemeinderatswahlen verheimlicht haben", schloß der Kremser SP-Labg. Ewald Sacher.
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