Cerwenka: Pflegt die FPÖ nun "Sprachregelungen der Vergangenheit" auch bei den Lehrlingen?

Statt ständige Verunglimpfungen, die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber der Jugend wahrnehmen!

St. Pölten, (SPI) - "Die ständigen Profilierungsversuche auch der Freiheitlichen Niederösterreichs als Arbeitnehmervertreter werden durch die jüngsten Äußerungen des niederösterreichischen NR Hermann Mentil und seines Parteikollegen Labg. Haberler mehr als
ad absurdum geführt. Anstatt die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber der Jugend für Beschäftigung und die Schaffung einer erfolgreichen Zukunft wahrzunehmen, üben sich die Freiheitlichen
in Verunglimpfungen und Sprachregelungen, welche frappant an Diktionen vergangener Zeiten erinnern", stellt der Tullner SP-
Labg. und Bildungssprecher Labg. Helmut Cerwenka fest.****

"So hat erst der freiheitliche Labg. Haberler in der vergangenen Landtagssitzung vom 9. Oktober einen Teil der Lehrlinge als
"Läuse" bezeichnet. Diese Diktion und die ständigen Forderungen betreffend einer weiteren Aushöhlung von Lehrlingsschutzbestimmungen enttarnen die freiheitliche
Zielrichtung - billige und jederzeit kündbare Arbeitskräfte ohne Rechte mit ausschließlicher Ausrichtung auf die Interessen des Unternehmers. Wenn dieser Kurs kennzeichnend ist für die freiheitliche Lehrlingspolitik, dann kann man sich vorstellen, was passiert, sollten diese Mandatare wirklich einmal Verantwortung
für Arbeitnehmer übernehmen. Die Äußerungen Haberler´s und Mentils´s karikieren nicht nur die angeblich im Entstehen begriffene "Freiheitliche Gewerkschaftsbewegung", sie zeigen auch deutlich die Mißachtung dieser Partei für die Arbeitnehmer. Jedes Eintreten dieser Leute für Arbeitnehmerinteressen ist nicht mehr als wohldurchdachtes politische Kalkül, aber ganz sicher weit entfernt von jeder Art ehrlicher Politik und der Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber den Menschen dieses Landes", so der SP-Abgeordnete.

"Mit der absichtlichen Einengung des "blauen Blickes" auf
angeblich "schwarze Schafe" soll offenbar nur eines bezweckt
werden - weitere Demontage der Lehrlingsrechte, eine weitere Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte im Allgemeinen sowie die weitere Verstärkung des im Einklang mit der VP-NÖ verfolgten neoliberalen Wirtschaftskurses zu Lasten der Arbeitnehmer. In Wahrheit sind
alle verantwortlichen Stellen dazu aufgerufen, schärfstens gegen diese Art freiheitlicher Politik aufzutreten und ihre
Verantwortung gegenüber der Jugend und den Arbeitnehmern auf der Basis des Miteinanders und des Konsenses wahrzunehmen", stellt
Labg. Helmut Cerwenka abschließend fest.
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