Keusch: Pröll vollzieht "scheibchenweise" Demontage von Arbeitnehmerrechten!

Tür zur allgemeinen Sonntagsarbeit nun weit offen!

St. Pölten, (SPI) - "Offenbar scheint sich der Niederösterreichische Landeshauptmann der weiteren Demontage von Arbeitnehmerrechten und der Negierung von berechtigten Anliegen
der Handelsangestellten und der unselbständig Erwerbstätigen verschrieben zu haben. Die Unterzeichnung der Sonderverordnung für das Offenhalten an Sonn- und Feiertagen im Multiplex/SCS ist somit ein weiterer Schlag ins Gesicht der Angestellten und ihrer Familien", stellt SP-Labg. Eduard Keusch unmittelbar nach der Unterschriftsleistung Prölls fest.****

"Die Befürchtungen, das dies ein erster Schritt in Richtung allgemeines Offenhaltens an Sonn- und Feiertagen ist, wird immer mehr bestätigt. Weiters wird durch diese Verordnung der Druck auf die Arbeitnehmer einer Branche, in der die Verdrängung durch geringfügig Beschäftigte modern geworden ist, noch mehr verstärkt. Den unter den Bedingungen des verschärften Arbeitsmarktes haben Handelsangestellte kaum die Chance, ohne nachfolgende Kündigung
die Arbeit an Sonn- und Feiertagen abzulehnen, auch wenn die Rechtslage (noch) anders ist. Beispiele für diese Problematik können bereits durch Angaben von Beschäftigten belegt werden - das Recht auf einen arbeitsfreien Sonntag im Kreise der Familie ist
mit der Unterschrift Prölls ein "zahnloses" geworden", stellt
Labg. Keusch fest.

"Mehr als zwei Drittel der rund 50 Beschäftigten im Multiplex-Center haben gemäß einer Umfrage die Befürchtung, daß "über kurz oder lang auch den Dienstnehmern die Sonn- und Feiertage gestohlen werden". Diese Befürchtung haben sie nun mit allen unselbständig Beschäftigten in Niederösterreich gemeinsam! Der neoliberale Wirtschaftskurs Prölls und der VP NÖ und die weitere Demontage von Arbeitnehmerrechten wurden heute nahtlos fortgesetzt. Ohne auf die Interessen der Beschäftigten, aber auch der kleinen und mittleren Handelsunternehmen Rücksicht zu nehmen, stellt sich die VP-NÖ weiter hinter die Gewinninteressen einiger weniger", so Keusch.
Mit dieser Verordnung scheint die letzte Rücksichtnahme gegenüber den unselbständig Erwerbstätigen, ihren Familien und den sozialen Frieden in Niederösterreich einen endgültigen Dammbruch erlitten zu haben. "Die NÖ Sozialdemokraten und mit ihnen die Personalvertreter werden jedoch mit entsprechenden Maßnahmen
weiter gegen diese Verordnung kämpfen und sich auf die Seiten
jener stellen, welche berechtigter Weise gegen diesen neoliberalen Kurs auftreten", kündigt SP-Labg. Eduard Keusch an.
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