Nach Teleges-Ausgleich: LIF verlangt umgehende Sperre im Wiener Firmenauftragnehmerkataster

Alkier: Will Häupl zulassen, daß weiter neue Aufträge an diese Firma fließen?

Wien (OTS) "Nach dem am 28.10. eröffneten Ausgleich der Firma Teleges wäre damit zu rechnen gewesen, daß nun endlich eine Sperre für neue Aufträge von der Gemeinde Wien erfolgt. Daß dies noch immer nicht der Fall ist, weist auf Gönner in höchsten Kreisen hin", vermutet LIF-LAbg. Wolfgang Alkier, dem Informationen zugetragen wurden, daß diesbezügliche Interventionen direkt aus dem Büro Bürgermeister Häupls erfolgten.

Die Firma war kürzlich bekannt geworden durch Hinweise, daß sie vielfach überhöhte und nicht korrekte Leistungen an die Gemeinde Wien verrechnet habe und andererseits Beamte und (SPÖ-)Politiker verschiedene Zuwendungen von Teleges erhalten hätten. Die Wiener Liberalen hatten diese Vorwürfe an die Öffentlichkeit gebracht und darauf gedrungen, daß - trotz vermeintlicher Involvierung hoher (SPÖ-) Politiker - eine lückenlose Aufklärung geschehe. Jedenfalls hatte Rechnungshofpräsident Fiedler gegenüber Alkier bereits angedeutet, daß diese Themen auch bei einer künftigen Überprüfung der Gemeinde Wien von Bedeutung sein könnten.

Interessant sei auch, daß eine Firma, deren Umsätze allein mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund rund 100 Millionen öS pro Jahr betragen, nun in den Ausgleich ginge. Alkier erhoffe sich bald eine Aufklärung, ob die vermeintlichen Zuwendungen die vermeintlichen Mehrverrechnungen überkompensiert hätten. Jedenfalls verlangte Alkier nun eine sofortige Klarstellung von Bürgermeister Häupl, wieso die Sperre im Firmenauftragnehmerkataster noch nicht erfolgt sei.

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