Uhl: Mulitiplex-Verordnung erster Schritt zur allgemeinen Sonntagsarbeit!

Schleichender Abbau von Arbeitnehmerrechten kann nicht hingenommen werden!

St. Pölten, (SPI) - "Sollte die Verordnung betreffend der Neuregelung der Öffnungszeiten im Multiplex-Center heute von LH Erwin Pröll unterzeichnet werden, so könnte dies einen weiteren Schritt der schleichenden Einführung der generellen Sonntagsarbeit für unselbständig Erwerbstätige bedeuten", befürchtet der Mödlinger SP-Labg. Hans Karl Uhl. Die NÖ Sozialdemokraten erklärten gestern durch die Verabschiedung einer einstimmigen Resolution ihre uneingeschränkte Ablehnung von Sonntagsöffnungszeiten - und zwar im Interesse der Arbeitnehmer, aber auch der somit noch stärker konkurrenzierten kleinen und mittleren Handelsbetriebe.****

"Weiters ist es mehr als blauäugig zu behaupten, die Arbeitnehmer seien ohnehin nicht von dieser Regelung betroffen. Die
Arbeitnehmer und mit ihnen die Handelsangestellten sind angesichts der aktuellen Arbeitsmarktsituation einem ständig wachsenden Druck ausgesetzt - niemand darf ernsthaft annehmen, daß sich die Angestellten einer vom Unternehmer "gewünschten Sonntagsarbeit" wirklich entziehen könnten. Völlig unglaubwürdig ist jedoch, daß die Verordnung für das Multiplex-Center ein Einzelfall bleiben wird. Die Spirale der Konkurrenz wird weitere Einkaufszentren in Wien oder Niederösterreich ebenso zu dieser Maßnahme zwingen - der Weg zu einer generellen Öffnung der Geschäfte an Sonntagen ist dann nur mehr ein äußerst kurzer. Weiters können kleine und mittlere Handelsbetriebe dieser Entwicklung sicher nicht folgen -diese bleiben auf der Strecke", befürchtet Uhl.

"Sollte Pröll die Verordnung heute unterzeichnen, scheint sich der befürchtete neoliberale Wirtschaftskurs der VP-NÖ und mit ihm die Befürchtung eines weiteren Abbaus von Arbeitnehmerrechten zu bestätigen. Die NÖ Sozialdemokraten werden es jedenfalls nicht hinnehmen, daß auf dem Rücken der Beschäftigten und deren Angehörigen eine "Gewinnmaximierung" nach dem Muster einer neoliberalen amerikanischen Wirtschaftsphilosophie betrieben wird. Für ein solches Vorgehen sind uns die Menschen, ihre Familien und der soziale Frieden in Österreich viel zu wichtig. Die SPÖ-NÖ apelliert nochmals an LH Dr. Erwin Pröll, von einer Unterzeichnung dieser Verordnung Abstand zu nehmen", schloß SP-Labg. Hans Karl Uhl.
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