SGL Carbon: Betriebsergebnis im 3. Quartal plus 38%

Wiesbaden (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Die konjunkturelle Belebung
innerhalb der europäischen Stahlindustrie schlug sich im 3. Quartal 1997 in einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Gewinn nieder. Der Konzernumsatz lag mit 541 Mio. DM um 31% über Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis konnte überproportional um 38% auf 98 Mio. DM verbessert werden. Dies gelang, obwohl im Geschäftsfeld Spezialgraphit Sonderausgaben von rund 12 Mio. DM für Personal- und Lagerabbau, Umstrukturierung sowie die Integration der Akquisitionen angefallen sind. Inklusive anteiliger Belastungen für einen Teil der Incentive-Pläne und einem akquisitionsbedingt höheren Zinsaufwand lag der Vorsteuergewinn im 3. Quartal mit 89 Mio. DM um ein Drittel über Vorjahr. Unsere Auftragsbücher stimmen uns für das 4. Quartal weiter zuversichtlich, so daß wir für das Gesamtjahr - trotz deutlich höherer rationalisierungsbedingter Einmalkosten - an unseren optimistischen Prognosen festhalten.

Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg zum Dreivierteljahr. Der Konzernumsatz konnte von Januar bis September 1997 gegenüber Vorjahr um 17% auf 1.502 Mio. DM gesteigert werden. Ohne die erstmals konsolidierten Akquisitionen M.G.P./USA, das Geschäft mit Elektrischen Kontakten von EKL/ Deutschland (jetzt PanTrac), RK Carbon/ Schottland (jetzt SGL TECHNIC Ltd.) und Hitco/ USA (jetzt SGL Carbon Composites) verbleibt ein Anstieg von 12%. Neben diesen strukturellen Effekten trugen die im Jahresverlauf durchgeführten Preisanpassungen sowie ein wechselkursbedingt positiver Translationseffekt, insbesondere beim US-Dollar, zu der deutlichen Umsatzsteigerung bei. Der operative Neun-Monatsgewinn konnte um 19% auf 275 Mio. DM verbessert werden, obwohl das Ergebnis von mehreren Sondereffekten negativ beeinflußt wurde. Neben den außergewöhnlichen Belastungen aus einem Produktrückruf im Nordamerikageschäft mit Graphitelektroden von 10 Mio. DM mußten insbesondere im 3. Quartal im Geschäftsfeld Spezialgraphit Sonderbelastungen für Personal- und Lagerabbau, Rationalisierungen sowie Integration der Akquisitionen von circa 12 Mio. DM verkraftet werden. Nicht mit dem Vorjahr vergleichbar ist das Ergebnis im Geschäftsfeld Technik, da im 1. Quartal 1996 ein Ausgleich für einen Erdbebenschaden in Höhe von 4,2 Mio. DM verrechnet wurde.

Die Entwicklung des Vorsteuergewinns gestaltet sich nach dem verhaltenen Start zu Beginn des Jahres zunehmend positiv und liegt mit 248 Mio. DM um 11% über Vorjahr. Hierbei wirkten sich ein niedrigeres Beteiligungsergebnis sowie höhere Zinsaufwendungen negativ aus. Letztere beruhen auf den Akquisitionen, für die 1997 rund 200 Mio. DM investiert wurden, sowie auf der seit 1. Januar eingeführten Umbuchung des Zinsaufwandes für Pensionsrückstellungen. Zusätzlich sind anteilige Verrechnungen und Rückstellungen für einen Teil der Management-Incentive-Programme erfolgt. Trotz einer leicht auf 39% gestiegenen Steuerquote konnte der Nettogewinn von 140 auf 152 Mio. DM verbessert werden, wobei im 3. Quartal mit 55 Mio. DM ein Plus von 28% ausgewiesen wurde. Daraus errechnet sich inklusive Bereinigungen nach DVFA/SG ein Gewinn je Aktie von 7,30 DM (Vorjahr:
6,73 DM). Der Gewinn im 3. Quartal kletterte von 2,07 DM auf 2,70 DM. Die Umsatzrendite lag wegen der erläuterten Sondereffekte und der Integration der Akquisitionen mit 18% auf Vorjahresniveau, die Vermögensrendite mit 25% ebenso. Trotz einer signifikant um 22% auf 2.004 Mio. DM gestiegenen Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote gegenüber Vorjahr von 39% auf 42% verbessert werden. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich aufgrund der Einbeziehung der Neuerwerbungen von 6.667 auf 6.880.

Ausblick Die gute Auslastung bei Graphitelektroden stimmt uns auch für den Rest des Geschäftsjahres 1997 zuversichtlich. Um die Umsetzung der Strategien in unseren Geschäftsfeldern Spezialgraphit und Technik nach den jüngsten Akquisitionen zu beschleunigen, werden wir den eingeschlagenen Weg der erforderlichen Umstrukturierungen und Rationalisierungen im 4. Quartal verstärkt fortführen. Daher werden sich die Einmalkosten 1997, inklusive der Aufwendungen von 10 Mio. DM für die Qualitätsprobleme in Nordamerika, auf rund 45 Mio. DM belaufen. Dennoch erwarten wir für 1997 insgesamt, soweit keine außergewöhnlichen Umstände eintreten, sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich.

Ende der Mitteilung

Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS-AD HOC-SERVI