Klimaschutz: Singer-Thesen leicht widerlegbar

Skandalöse Zusammensetzung der parlamentarischen Diskussionsrunde

wien (OTS) - Professor Singer durfte heute auch im
österreichischen Parlament seine umstrittenen Thesen zum Treibhauseffekt präsentieren. Da seine Theorien bereits im IPCC-Report mehrfach widerlegt wurden, sei nur kurz auf die wichtigsten Gegenargumente hingewiesen:

* Satellitenmessungen allein sind kein letzgültiges Instrument zur Messung der Temperaturentwicklung

* Der sogenannte "Inseleffekt" (Städte heizen das Klima lokal auf) beeinflußt die Gesamtentwicklung höchstens imZehntel-Promille-Bereich

* Daß die Sonnenaktivitäten die Klimasituation auf der Erdebeeinflußen, steht außer Zweifel, jedoch handelt es sich um zusätzlicheEinflüsse zum vom Menschen verursachten Treibhauseffekt

* Die von Singer zitierten immer wiederkehrenden Temperaturschwankungen in der Erdgeschichte haben niemals so schnell stattgefunden wie heute. IPCC prognostiziert ein bis drei Grad Celsius plus für die nächsten 50 bis 100 Jahre.

Es bleibt festzuhalten, daß 95% der Wissenschaft eine zu Singerkonträre Position einnimmt. Skandalös war die Zusammensetzung des Podiums, wobei drei bekannte, von der Erdöl- und Kohlelobby finanzierte Skeptiker mit politischen VertreterInnen zusammengebracht wurden; seriöse VertreterInnen von der Mehrheit der Wissenschaft wurden nicht eingeladen bzw. durften nicht zu Wort kommen. Wacker hielten sich bei dieser einseitigen Inszenierung die VertreterInnen der im Parlament vertretenen Parteien, die sich durchwegs zu Österreichs Klimaschutz-Zielen und der Verhandlungsposition fürdie Klimaschutz-Konferenz in Kyoto bekannten. Auch FP-Abgeordneter Schweitzer, Parteikollege des einladenden Nationalratspräsidenten Brauneder, forderte massiv die Forcierung erneuerbarer Energieträger.

Fazit: Ein Klimabündnis ist notwendiger denn je.

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