LIF Pöschl: Geisterfahrer in Wiener U-Bahn-Politik ?

Liberale entsetzt über Unprofessionalität von SPÖ und ÖVP

Wien (OTS) "Abgesehen davon, daß der Ausbau der U1-Nord viel zu spät von der Stadtregierung in Angriff genommen wird - die zu erschließende Großfeldsiedlung und der Rennbahnweg existieren schließlich seit den 70er-Jahren - ist es beschämend, daß die erst Ende September von der Stadtregierung präsentierten U-Bahn-Ausbaupläne einen Monat später das Papier nicht mehr wert sind auf dem sie groß präsentiert wurden." Mit diesen Worten reagierte heute GR Hanno Pöschl, Verkehrsprecher des Liberalen Forums Wien, auf die Meinungsverschiedenheiten von Bgm. Häupl und Planungsstadtrat Görg zur geplanten U-Bahnverlängerung der U1-Nord bis Leopoldau.****

"Wenn jetzt Bürgermeister Häupl eine Studie haben möchte, ob dieses Teilstück überhaupt notwendig ist, dann frage ich mich, warum dann diese Variante überhaupt präsentiert wurde", so Pöschl. Diese Vorgangsweise sei zutiefst unprofessionell und verunsichere die betroffenen BürgerInnen. "Die Frage, die jetzt aus unserer Sicht noch einer Klärung bedarf, ist, wer nun der "Geisterfahrer" in Sachen U-Bahn-Planung in Wien ist", so Pöschl in Anspielung auf die entgegengesetzten Meinungen in SPÖ und ÖVP.

"Da die U-Bahn-Planung jetzt anscheinend wieder bei Null beginnt", wiederholte GR Pöschl seine Forderung, die U 2/5 zuerst zwischen Praterstern und Stadlau zu bauen. "Dann hätten die Stadlauer in absehbarer Zeit einen direkten Anschluß an das U-Bahn-Netz." Diese Variante habe den Vorteil, daß dieses wichtige Teilstück bereits 2004 fertiggestellt sein könnte. Zu einem Zeitpunkt also, wo noch Chancen bestünden, daß nicht der gesamte Verkehr in der Stadt zusammengebrochen ist. Das Teilstück zwischen Praterstern und Karlsplatz solle erst - wenn überhaupt - in einer zweiten Ausbaustufe in Angriff genommen werden.

"Jede Krise ist auch eine Chance", so der liberale Abgeordnete, "vielleicht ist die jetzige Häupl-Görg-U-Bahn-Krise, eine Chance noch einmal ernsthaft den U-Bahn-Bau in Wien zu diskutieren und uns so vor unliebsamen Überraschungen zu schützen", so Pöschl abschließend.

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