Feurer: Grundwassergefährdung durch Gülleeinleitung

Land muß umfassende Schutzmaßnahmen ergreifen

St. Pölten, (SPI) - "Ein umfassender Gewässerschutz erfordert auch ein Umdenken in der Landwirtschaft. Eine Informationskampagne und gesetzliche Maßnahmen gegen die Beeinträchtigung der Grundwassergüte sind zur Sicherung einer gesunden Trinkwasserversorgung unumgänglich", stellt heute der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Werner Feurer fest.****

"Die durch Landwirte auf Felder und Wiesen aufgebrachte Gülle ist extrem gesundheitsschädlich - dann nämlich, wenn große Mengen in das Grundwasser einsickern und dieses nachhaltig verseuchen.
Dieser Tatsache wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt - und das, obwohl seit Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen ist, daß das Grundwasser durch die steigenden Nitratwerte in vielen Gemeinden gar nicht mehr trinkbar ist", warnt Feurer vor einer möglichen weiteren Verschlechterung der Situation.

"Hier muß einfach ein Umdenkprozeß stattfinden. So notwendig eine entsprechende Düngung für die Landwirte auch ist, eine Minderheit darf nicht auf Kosten der Allgemeinheit weiter Raubbau an den natürlichen Ressourcen unseres Landes - dem reinen Trinkwasser -betreiben", stellt der SP-Umweltsprecher fest. Eine Überdüngung der Felder ist genauso abzulehnen wie eine leichtfertige
Entsorgung der Gülle aus Viehzucht-Großbetrieben auf Wiesen und Felder.

"Den einschlägigen wissenschaftlichen Untersuchungen muß endlich mehr Augenmerk geschenkt werden. Das reine Trinkwasser ist in Österreich ein äußerst wertvolles Gut und muß auch für die folgenden Generationen bewahrt werden. Das Land Niederösterreich muß endlich entsprechende gesetzliche Grundlagen schaffen und in der Landwirtschaft muß ein Umdenkprozeß Platz greifen. Die Landwirte haben in Bezug auf das Grundwasser eine sehr große Verantwortung - viele Bauern tragen dieser Verantwortung bereits Rechnung, doch manche "schwarze Schafe" richten noch immer
gewaltige Schäden an - und dies auf Kosten der Allgemeinheit", so Labg Werner Feurer abschließend.
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