Kein einheitlicher Trend bei Belastung durch Staubemissionen

Ärztekammer-Aussagen über "schlechtere Luftqualität" kann von Umweltministerium nicht bestätigt werden

Wien (OTS) - Das Umweltministerium kann die Äußerung der Ärztekammer von heute, Freitag, in Österreich verschlechtere sich durch Staubemissionen die Luftqualität zunehmend, nicht bestätigen. Die laufenden Messungen des Umweltbundesamtes zeigen, daß bei der Immissionsbelastung durch Schwebestaub, wie er aus dem Hausbrand, dem Verkehr und anderen Verbrennungsprozessen entsteht, derzeit kein einheitlicher Trend feststellbar ist.

In großen Ballungszentren etwa ist durch emissionsmindernde Maßnahmen eine deutliche Verbesserung der Immissionssituation eingetreten. Linz verzeichnete beispielsweise Anfang der achtziger Jahre bei Schwebestaub noch einen Jahresmittelwert von 0,1 Milligramm pro Kubikmeter, bis 1996 ist er um zwei Drittel auf
0,03 Milligramm gesunken.

Das Umweltministerium wird in Kürze eine großangelegte Studie in Auftrag geben, mit deren Ergebnissen die Meßmethoden für Schwebestaub verbessert werden sollen. Sie soll außerdem einheitliche Meßmethoden für Feinstäube entwickeln. Unter Feinstaub versteht man Staubkorngrößen bis 2,5 Mikrometer Durchmesser, während Partikel bis 10 Mikrometer als Schwebestaub bezeichnet werden. Derzeit wird in Österreich nur Schwebestaub gemessen. Übrigens plant die EU, über kurz oder lang Immissionsgrenzwert auch für Feinstäube festzulegen.

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