Multiplex-Novelle für Ladenschluß-Gesetz: Benachbarte Bundesländer sollen mitreden können

Wien (OTS) - Die Öffnung der niederösterreichischen Multiplex-Geschäfte am Sonntag muß Konsequenzen in einer Neuregelung des Ladenschluß-Gesetzes haben, fordert der Freie Wirtschaftsverband Wien. "In Zukunft müssen einsame Multiplex-Entscheidungen, die den Handel in benachbarten Bundesländern direkt negativ betreffen, verhindert werden", sagt der Wiener Wirtschaftskammer-Vize LAbg. GR Friedrich Strobl. Der FWV will deshalb, daß Ballungszentren bei Entscheidungen über Öffnungszeiten in Einkaufszentren "auf der grünen Wiese" ein gesetzlich verankertes Mitspracherecht bekommen.

"Was nämlich Wien mit der niederösterreichischen Öffnungszeiten-Offensive passiert, könnte jederzeit auch für Städte anderer Bundesländer ein Problem werden", will Strobl das volkswirtschaftliche 'Wohl' Niederösterreichs nicht unwidersprochen als Wiener 'Weh' akzeptieren. Durch die Entscheidung für den Sonntags-Verkauf im Multiplex entstehe ein massiver Kaufkraftabfluß nach Niederösterreich. Das gefährde die Existenz der Wiener Händler nachhaltig. Der Verlust von weiteren Arbeitsplätzen im Wiener Handel kann nicht widerspruchslos hingenommen werden.

"Wenn wir nicht wollen, daß Wien zur Krisenregion für den Handel wird, müssen wir gesetzlich Regulative schaffen, die eine faire Konkurrenzsituation ermöglichen", sagt Wirtschaftskammer-Vize Strobl. Die derzeitige gesetzliche Regelung erlaube jedoch für jeden Landeshauptmann eine einsame Entscheidung ohne Rücksicht auf Verluste in benachbarten Wirtschaftszentren.

Damit blüht dem Wiener Handel schon für die Vorweihnachtszeit ein Umsatzdesaster und ein beschleunigtes Sterben der ohnehin überbelasteten Klein- und Familienbetriebe. Die sind aber für die Erhaltung der Wiener Infrastruktur und Nahversorgung unbedingt nötig, 'sonst werden sich die Wiener ihre täglichen Gebrauchsartikel bald mit langen Anfahrtswegen auch im Multiplex holen müssen'.

Eine Novellierung des Ladenschluß-Gesetzes müsse nun das existenzbedrohende Kaufkraftgerangel zwischen Wien und Niederösterreich schleunigst beenden, fordert der FWV.

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