Kommunale Umweltpolitik im 21. Jahrhundert:

Umweltleitbild soll Gemeinden unterstützen

St.Pölten (NLK) - Die kommunale Umweltpolitik im 21.
Jahrhundert war heute The-ma einer Veranstaltung im St. Pöltner Landhaus, bei der der Startschuß zu einer lan-desweiten Initiative für Gemeinden gesetzt wurde, die mit Hilfe eines konkreten Um-weltleitbildes diese Aufgaben besser bewältigen sollen. Das Umweltleitbild wurde von der Landesakademie (LAK) im Rahmen des Zukunftsleitbildes NÖ Zukunft konkret erstellt. Es behandelt unter anderem die Bereiche Wirtschaft und Umwelt, Verkehr und
Raumordnung sowie Natur und Umweltschutz.

Umweltmanagement werde in diesem Zusammenhang immer wichtiger, betonte LAK-Geschäftsführer Mag. Alberich Klinger. Die Megatrends der heutigen Zeit seien in allen Bereichen Globalisierung und Lokalisierung, die gleichermaßen Chancen und Gefahren mit sich bringen würden. Die LAK habe es sich zum Ziel gesetzt, das NÖ Zukunftsleitbild so rasch wie möglich zu verwirklichen.

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Landtagspräsident Franz Romeder, unterstrich, daß die Gemeinden auf ihre im Umweltbereich erbrachten Lei-stungen stolz sein könnten. Die Herausforderungen liegen vor allem beim Bau von Abwasserbeseitigungsanlagen, was auch zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitrage. Romeder: "Natürlich müssen die Länder ihre Gemeinden entsprechend un-tersützten". Er merkte in diesem Zusammenhang an, daß Niederösterreich im Ver-gleich zu den anderen Bundesländern das beste Fördersystem bei Kofinanzierungen hätte, das maßgeschneiderte Bauprogramme ermögliche. Bei der Abfallbeseitigung sollten nicht politische, sondern
wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund stehen. Niederösterreichs Gemeinden seien umweltpolitisch sehr engagiert, was die vielen Umweltgemeinderäte unterstreichen würden. "Der Österreichische Gemeindebund wird die kleineren Gemeinden auch weiterhin erfolgreich vertreten", unterstrich Rome-der.

Leopold Richentzky, Bürgermeister von Stockerau und Mitglied
des Österreichi-schen Städtebundes, meinte, größere Städte hätten vor allem bei der Abwasserbesei-tigung große Vorteile. Bei der Müllverbrennung warnte er davor, zu große Anlagen zu errichten:
"Damit beginnt der Kampf um jede Tonne." Thermische Restmüllverwertung sollte man auch mit mechanisch-biologischen Anlagen verbinden. Als weiteren Schwerpunkt der Umweltpolitik in Gemeinden nannte Richentzky Verkehrsbelange. Hier müßte offen diskutiert werden, um den Bürgern wieder mehr Lebensraum zu schaffen. Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden würden den gesell-schaftspolitischen Gedanken und somit den Umweltschutz fördern.

Künftig wird es auch den neuen Preis "Kommunaler Umweltmanager" geben, der für besonders gute Projektideen vergeben wird, die im Rahmen von Seminaren und Workshops mit Experten erarbeitet werden.

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