Haiden zu Haider-Sparbuch: Falsche Zahlen, falsche Berechnungen

Euro-Umstellung läßt Geldwert und Kaufkraft unangetastet - Geringe Inflationsrate ist entscheidend für Sparer

Wien (PWK) - "Falsche Zahlen und falsche Berechnungen unterstellen einen durch die Euro-Einführung entstehenden Verlust bei Sparguthaben. Damit soll die österreichische Bevölkerung zum Weltspartag 1997 verunsichert werden", erklärte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich Dr. Ren‚ Alfons Haiden zu einem Pseudo-Sparbuch der Freiheitlichen Partei. ****

In diesem wird behauptet, daß ein Sparguthaben vom 1.1.1995 bis zum 1.1.2002 einen Vermögensverlust von 13 Prozent durchmacht. Allein im Zeitraum vom 1.1.1999 bis zum 1.1.2002 sollen die österreichischen Spareinlagen um 5,4 Prozent an Wert verlieren.

Zum Wertverlust zwischen 1995 und 2002 stellte Haiden klar, daß die der Berechnung zugrunde gelegten bilateralen Wechselkursschwankungen über einen willkürlich gewählten Zeitraum nichts über den tatsächlichen Wert einer Währung aussagen. "So ist beispielsweise der Schilling gegenüber dem US-Dollar heute um 14 Prozent weniger wert als am 1.1.1997, jedoch gleich viel wert wie vor 10 Jahren und um 30 Prozent mehr wert als vor 15 Jahren".

Ebenso sei es in hohem Maße spekulativ und unseriös, einen exakten Wechselkurs zwischen dem Schilling und dem Euro zum 1. Jänner 1999 bereits heute anzunehmen und daraus Schlüsse zu ziehen. Völlig irreführend sei es weiter anzunehmen, daß für österreichische Sparer nach dem 1.1.1999 gegenüber dem 1.1.2002 ein Kaufkraftverlust eintreten kann. Am 1.1.1999 wird nämlich der Umrechnungskurs von Schilling auf Euro unwiderruflich und endgültig festgelegt. Somit kann es auch keine Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Schilling mehr geben!

Vor allem aber liege den Überlegungen ein fundamentales Mißverständnis zugrunde, so Haiden: "Unterscheidet man zwischen harter und weicher Währung, dann muß zwischen dem Außen- und Innenwert unterschieden werden. Die innere Stabilität einer Währung wird an der Teuerungsrate gemessen. Sie allein ist für den österreichischen Sparer ausschlaggebend. Die Inflationsrate ist derzeit nicht nur in Österreich - sie betrug im September 1997 lediglich 1,1 Prozent - sondern auch im EU-Durchschnitt sehr gering". Alle Voraussagen lassen den Schluß zu, daß dies auch in den nächsten Jahren der Fall sein wird.

Im Außenverhältnis könne es wie in der Vergangenheit zu Kursschwankungen kommen, die jedoch in der Europäischen Währungsunion nur untergeordnete Bedeutung haben werden, da die gesamte Europäische Union einen nicht mehr als etwa 10-prozentigen Außenhandelsanteil gegenüber Drittstaaten am Bruttonationalprodukt aufweisen wird. Dies bedeutet, daß es hier - von Überseereisen abgesehen - für die meisten Österreicher praktisch keine ernstzunehmenden Auswirkungen geben kann.

"Der Umtausch von Schilling in Euro ist eine Währungsumstellung und keinesfalls mit den Währungsreformen in der Vergangenheit vergleichbar", erinnerte Haiden. Der Wert des Geldes bleibt unangetastet und damit auch die Kaufkraft. Die Kaufkraft betreffend ist die Umrechnung fiktiv: Genauso wie Guthaben werden auch Verpflichtungen mit dem gleichen Umrechnungsfaktor umgestellt werden.

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Mag. Matthias Koch

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