Fischer-Deponie: Umweltministerium weist EbS-Aussagen zurück

Wirsamkeit der Sperrbrunnen wurde mehrfach bestätigt

Wien (OTS) - Das Umweltministerium weist die von den Entsorgungsbetrieben Simmering (EbS) geäußerten Aussagen im Zusammenhang mit der Sanierung der Fischer-Deponie zurück. Obwohl als Wasserrechtsbehörde die niederösterreichische Landesregierung bzw. das Landwirtschaftsministerium für die Sanierung der Altlast zuständig ist, hat das Umweltministerium mit der Installierung von Sperrbrunnen den bisher einzigen Schritt zur Verbesserung der Umweltsituation bei der Fischer-Deponie gesetzt.

Als die Gefährdung des Grundwassers in der Mitterndorfer Senke evident wurde, hat das Umweltministerium 1989/1990 die Installierung von neun Sperrbrunnen und 21 Kontrollsonden veranlaßt. Die Brunnen pumpen das Grundwasser über die gesamte Länge der Deponie ab, das Wasser wird gereinigt und anschließend wieder versickert. Seit damals werden die Brunnen ständig betrieben, die Grundwasserwerte vor und nach der Deponie werden laufend überwacht.

Behauptungen, die Sperrbrunnen wären nicht ausreichend wirksam, wurden in Gutachten unter anderem von den Universitätsprofessoren Lengyel und Frischherz (beide Universität für Bodenkultur), Wurst (TU Wien) und Reitinger (ehemals TU Wien) widerlegt. Im Gegenteil: Der Sperrbrunnenreihe wird in ihrer Gesamtkonzeption hohe Wirksamkeit bestätigt. Die zahlreichen Messungen der Grundwasserqualität untermauern diese Aussagen. Mit den Sperrbrunnen wurde eine wesentliche Voraussetzung für die Räumung der Deponie geschaffen, um eine weitere Belastung des Grundwassers durch die Räumungsarbeiten zu verhindern.

Wenn den EbS Hinweise über illegal entsorgte Abfälle in Österreich vorliegen, sollten diese dem Umweltministerium direkt und ohne Zeitverzug übermittelt werden. Auf konkrete Hinweise hin kann dann das Ministerium die zuständigen Behörden informieren und die notwendigen Maßnahmen veranlassen. In Österreich dürfen gefährliche Abfälle nur einem befugten Sammler oder Behandler übergeben werden. Jede Übergabe ist mit einem Begleitschein zu dokumentieren. Diese Begleitscheine werden bundesweit in einem Datenverbund erfaßt. Aufgrund dieser Daten werden Kontrollen durch die zuständigen Landesbehörden vorgenommen. Anschuldigungen ohne Angabe von Sachinformationen und ohne ausreichende Berücksichtigung der Rechtslage sind der Sache jedenfalls nicht dienlich.

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