Multiplex-Öffnung am Sonntag: Ohrfeige für Wiener Handel

wien (OTS) - Als vorweihnachtlichen Alptraum bezeichnet der FWV-Sektionsobmann für den Handel, Komm.-Rat Gerhard Kietreiber, die geplante Öffnung der Multiplex-Geschäfte am Sonntag. Die lex Multiplex bedeute den Dammbruch für "Ladenöffnungszeiten rund um die Uhr". Denn die Einhaltung der Bedingungen - nur Familienmitglieder bzw. Geschäftsführer dürfen am Sonntag hinter den Verkaufspulten stehen - sei unkontrollierbar. Ein massiver Kaufkraftabfluß nach Niederösterreich, ein weiterer Einbruch im Wiener Handel und damit der weitere Verlust von Arbeitsplätzen seien die Konsequenzen, so Kietreiber.

Man habe aus den Negativ-Folgen der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten für Klein- und Mittelbetriebe nichts gelernt. "Obwohl man anhand der aktuellen Zahlen über Umsätze und Beschäftigung im Handel nach der hochgejubelten Liberalisierung des Ladenschlusses endlich realistisch geworden sein müßte, schnürt man nun in Niederösterreich ungestört und ausschließlich für Einkaufszentren und Ketten wieder ein großzügiges Geschenkpaket", warnt Kietreiber. Der Sonntagsverkauf im Multiplex versetze den ohnehin umsatzgeschwächten Kleinbetrieben in Wien nun eine weitere schallende und existenzgefährdende Ohrfeige.

"Die vorliegenden Zahlen über die Umsatzverlagerungen von den Kleinen zu den Großen und der Verlust von rund 1.500 Arbeitsplätzen im Handel innerhalb eines Jahres machen mehr als deutlich, daß der FWV mit seinen Befürchtungen recht hatte", so Kietreiber. "Während nämlich die Wiener Händler schnell die Kehrseite des niederösterreichischen Liberalisierungswahns gespürt haben, verweigert man in der Wirtschaftskammer den Blick auf Fakten und hält einzig im Sinne der Handelsriesen weiter still. Damit blüht den kleinen Händlern in der Bundeshauptstadt ein Umsatzdesaster und den Konsumenten Konkurskahlschlag bei Klein- und Familienbetrieben, die die städtische Infrastruktur sichern", prophezeit Kietreiber.

Man muß sich in Wien endlich der Tatsache bewußt werden, daß das neue Ladenschlußgesetz ein existenzbedrohendes Kaufkraftgerangel zwischen Wien und Niederösterreich verursacht habe.

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