Altenhilfe- Diplomkrankenschwestern - Pflegehilfe

Wien (OTS) - Der Österreichische Krankenpflegeverband gibt
folgende Stellungnahme zur Problematik "Aufschulung von Diplomierten Pflegepersonen zu AltenfachbetreuerInnen" ab:

Im Bereich der Altenbetreuung kommt es immer wieder zu Unklarheiten in bezug auf Kompetenzen und die Ausbildung. Dieses gesellschaftspolitische Problem - demoskopische Entwicklung einerseits, verkürzte Verweildauer in den Krankenhäusern andererseits - wurde bislang im Gesundheitswesen mehr oder weniger ausgeklammert und in den Bundesländern werden verschiedenste Formen von Alten-, Heim- und ähnlichen Helfern ausgebildet. Sowohl bei der Ausbildung als auch bei der Berufsausübung kommt es oft zu Kompetenzüberschreitungen und zu ungesetzlichen Situationeen.

Der ÖKV stellt fest, daß die Pflegehilfe bzw. der AltenfachbetreuerIn ex lege nicht berechtigt ist, eigenverantwortliche, im Sinne der Anordnungsverantwortung in der Gesundheits- und Krankenpflege, zu handeln und daher ausschließlich im Rahmen des jeweiligen Berufsbildes heranzuziehen ist.

Sowohl die Pflegehilfe, wie auch AltenfachbetreuerInnen dürfen bei der Durchführung von pflegerischen Maßnahmen nur nach Anordnung und unter Aufsicht von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, im Rahmen des von der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson vorgegebenen Pflegeprozesses tätig werden (vgl. § 13 GuKG bzw. Rechtsgutachten ÖKV).

Der Österreichische Krankenpflegeverband sieht daher keine Notwendigkeit, Diplomkrankenpflegepersonen der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege mit einer "Aufschulung" in den altenspezifischen Fächern zu AltenfachbetreuerInnen auszubilden, da ihre Berufsausbildung ohnehin zur Ausübung in der Altenpflege berechtigt.

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Anna Sommer - Präsidentin
Tel.: 01/478 27 10

Österr. Krankenpflegeverband

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