Junge Wirtschaft: Pensions-Blockade muß endlich überwunden werden

Kollitsch:"In der Beamtengewerkschaft weht kein frischer Wind , sondern nach wie vor der Mief der Blockierer"

Wien (PWK) - "Normalerweise sind personelle Veränderungen an der Spitze einer Organisation ein Anlaß für notwendige Reformen. Die Beamtengewerkschaft ist da ein Ausnahmefall: Hier weht kein frischer Wind, sondern nach wie vor der Mief der Blockierer", meldete sich heute Günther Kollitsch, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), zur Pensionsdebatte zu Wort. ****

Die Gewerkschaft habe durch ihren sturen Pensionskurs nicht nur die Sozialpartnerschaft in Verruf gebracht, sondern auch den von ihr proklamierten Wert der Solidarität über Bord geworfen. "In den Positionen der Gewerkschaft geht es um die kurzsichtige Wahrung vermeintlicher Besitzstände. Von einer Solidarität mit der jungen Generation merke ich hier gar nichts", sagte Kollitsch. Wenn es darum gehe, den Generationenvertrag auch für die Zukunft zu sichern, dann sei die Solidarität jeder Generation notwendig, erklärte der JW-Bundesvorsitzende, auch die der Pensionisten mit den jungen Menschen. "Wenn die Gewerkschaft in der Pensionsfrage weiterhin ihre interessenspolitischen Scheuklappen aufhat, dann ist sie schuld, daß uns bald ein wirklicher Generationenkonflikt ins Haus steht", so Kollitsch.

Der JW-Vorsitzende erwarte sich von den Verhandlern und von der Regierung auch mehr Mut, neue Wege in der Finanzierung der Pensionen zu gehen. Das System des Umlageverfahrens fuße auf mittlerweile überholten Prognosen der demographischen Entwicklung und auf der Annahme einer annähernden Vollbeschäftigung. Die Überalterung der Bevölkerung und die strukturelle Arbeitslosigkeit mache ein Umdenken in der Finanzierung notwendig. Kollitsch plädiert für die Integration eines Kapitaldeckungsverfahrens in das Pensionssystem. Ein bestimmter Anteil der Pensionsbeiträge solle künftig gewinnbringend veranlagt werden können, fordert Kollitsch.

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