Liberale-Hack: "Keine zusätzlichen Autoabstellplätze auf der Donauinsel!"

Naherholungsgebiet soll weiterhin den Menschen gehören

Wien (OTS) Gegen die Verbauung der Donauinsel durch 200 bis 300 Parkplätze bei der Reichsbrücke sprach sich heute die Planungssprecherin des Liberalen Forums, Michaela Hack, aus. "Der Vorschlag von ÖVP-Gemeinderat Pfeiffer ist alles andere als gut durchdacht. Schließlich werden im Rahmen der Donaucity entsprechende Stellplätze geschaffen. Und ist der Andromeda-Tower erst einmal fertig, dann könnten die dortigen Büro-Parkplätze am Wochenende für Donauinselbesucher zur Verfügung stehen."
Auch der Schaffung von Erlebnis- und anderen Welten, wie sie von Pfeiffer in Aussicht gestellt wurden, steht die Liberale Abgeordnete skeptisch gegenüber. "Die Donauinsel soll ein Erholungsgebiet für die Wienerinnen und Wiener bleiben. Den gut erreichbaren Mittelteil der Insel mit disneyworldähnlichen Parks zuzupflastern würde die ursprüngliche Funktion der Insel als naturnahes und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbares Refugium für die Städter ad absurdum führen." Wien brauche nicht an jeder Ecke eine kommerzialisierte Erlebnisinstitution.

An konkreten Verbesserungen schlug Hack die Kennzeichnung von Wegen für Skater sowohl auf der Insel als auch auf dem Festland vor. "Damit wären Skater vor bösen Überraschungen wie gepflasterten oder sandigen Teilstücken gefeit. Außerdem würden gekennzeichnete Wege die Verkehrssicherheit erhöhen." Als Service für Sportbegeisterte solle die Gemeinde bei den beiden U-Bahnstationen Garderobekästchen mit Münzautomatik installieren, wo Straßenschuhe und anderer Ballast deponiert werden könnte.

Zur besseren Erschließung der Insel schlug die Liberale Abgeordnete vor, einen Fährbetrieb einzurichten, der die U-Bahn-Stationen mit dem nördlichen und südlichen Teil der Insel verbindet. "Nicht zuletzt Mütter mit Kindern und jene Menschen, die nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind, würden diese Einrichtung wohl sehr begrüßen. Von einer Elektrobus-Linie sollte abgesehen werden, denn das würde ernstzunehmende Sicherheits- und Platzprobleme schaffen." Im übrigen spreche sich das Liberale Forum im Gegensatz zur ÖVP dafür aus, die Wienerinnen und Wiener nicht mit Zwangsbeglückungen á la Erlebnisparks zu belästigen, sondern Freiräume für die individuelle Freizeit-Gestaltung sicherzustellen. "Wir vertrauen auf die Selbständigkeit der Menschen und die Möglichkeit eines friedlichen Mit- und Nebeneinanders von allen Erholungssuchenden. Noch ist auf der Donauinsel Platz genug", meinte Hack abschließend.

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