Pensionsreform: Kindererziehungszeiten auch im öffentlichen Dienst anerkennen!

Wien (OTS) - Die Harmonisierung der Pensionsversicherungssysteme sollte auch zu einer generellen Anerkennung der Kindererziehungszeiten in allen Pensionsversicherungssystemen führen, fordert der Präsidentdes Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger. Sie ist bisher nur bei Arbeitern und Angestellten und beispielsweise nicht im Öffentlichen Dienst vorgesehen. Es darf nicht von der Berufsgruppe abhängen, ob die Zukunftssicherung durch Kindererziehung pensionsrechtlich anerkannt wird.

Positiv bewertet der Familienbund die im Pensionsrecht der Arbeiter und Angestellten vorgesehene höhere Bewertung der Kindererziehungszeiten. Vorrangig müßte, laut Gumpinger, in Zukunft aber auch eine pensionsbegründende Wirkung der Kindererziehungszeiten sein. Derzeit sind 15 direkte Versicherungsjahre nötig, damit beispielsweise einer Frau mit 3 Kindern weitere 12 Jahre (4Jahre pro Kind), falls der Geburtsabstand der Kinder je 4 Jahre beträgt, angerechnet werden. Hat sie nur 14 direkte Versicherungsjahre, erhält sie keine Pension, die 12 Kindererziehungsjahre verfallen zur Gänze.

Jenen, die durch die Erziehung von Kindern den wichtigsten Beitrag zur Zukunftssicherung leisten, sollten diese Jahre pensionsbegründend angerechnet werden. Gerade kinderreiche Familien sind davon ganz besonders betroffen, erinnert Gumpinger an die Einlösung der Zukunftsvision "Österreich soll das familienfreundlichste Land Europas werden".

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Österr. Familienbund, Alice Pitzinger-Ryba,

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