Hochwasser: 70 Millionen für Härtefalle

Prokop: Land hilft 300 Familien und Betrieben

St.Pölten (NLK) - In den nächsten Tagen beginnt die Auszahlung
von 70 Millionen Schilling an Härtefall-Geldern für Betroffene der Hochwasserkatastrophe vom Juli, kündigte Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop heute im Bezirk Baden
an. Da-bei erhalten 235 Familien und 65 Betriebe eine neuerliche Entschädigung des Lan-des. Kriterien sind das Einkommen, die
Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder, die Schadenshöhe sowie
bei Betrieben auch die Anzahl der Beschäftigten.

Prokop zog auch eine Bilanz: Die Niederschläge vom 4. bis 8. Juli haben in den südwestlichen Landesteilen eine der größten Naturkatastrophen in Niederösterreich seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Besonders schwer betroffen waren die Bezirke
Lilienfeld, St.Pölten, Baden, Neunkirchen und Mödling. 11.000 überwiegend freiwillige Helfer von Feuerwehr, Bundesheer, Behörden und Hilfsorganisationen waren im Ein-satz und haben den Schaden begrenzt. Trotzdem wurden in 125 Gemeinden 8.800 Schadensfälle von Familien, Einzelpersonen, Betrieben und öffentlichen Körperschaf-ten gemeldet.

Die NÖ Landesregierung hat noch während der Regenfälle am 7. Juli die Richtlinien zur Gewährung von Mitteln aus dem Katastrophenfonds geändert, um den Betroffe-nen rasch und wirksam öffentliche Hilfe gewähren zu können. So wurde die Förde-rung aus dem Katastrophenfonds für alle gemeldeten Schäden auf 30 Prozent der Schadenssumme erhöht. Die ersten Entschädigungen konnten noch in der Woche der Regenkatastrophe ausbezahlt werden. "Aus dem Katastrophenfonds wurden bisher 570 Millionen Schilling
überwiesen. Insgesamt wird das Land Niederösterreich Beihil-fen von etwa 650 Millionen Schilling zur Verfügung stellen", so
Prokop.

Nachdem sich die Mitglieder der NÖ Landesregierung am 8. und 9. Juli persönlich vom Ausmaß der Überflutungen vor Ort ein Bild gemacht haben, wurden mit dem ORF-Landesstudio, dem NÖ KURIER und den NÖN Spendenaktionen gestartet. Bei diesen Spendenaufrufen für die Flutopfer wurden 9 Millionen Schilling gesammelt. Sie wurden
von der NÖ Landesregierung verdoppelt und Familien und Personen in sozia-ler Härtelage zur Verfügung gestellt.

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