Nur 27% aller Unfälle sind durch die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt

Freizeit-, Heim- und Sportunfälle nehmen weiter zu

Wien (OTS) - Von 1990 bis 1995 nahm die Anzahl der Heim-,
Freizeit- und Sportunfälle (gemäß den derzeit verfügbaren Daten) um ca. 8% zu. Diese sogenannten 'Privatunfälle', die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversichung fallen, machen ca. 73% des Gesamtunfallaufkommens in Österreich aus. Rund 10% aller Unfälle ereigneten sich bei der Sportausübung, ca. 5% im Verkehr (ohne Wegunfälle) und ca. 59% zu Hause bzw. in der Freizeit. Die Arbeits-, Weg- und Schulunfälle machen einen Anteil von ca. 27% aus. Im obengenannten Zeitraum gingen diese um insgesamt 11% zurück. Dies zeigt ganz deutlich, daß sich immer mehr Unfälle in den privaten Bereich verlagern.

Die gesetzliche Unfallversicherung leistet aber nur bei solchen Unfällen, die am Arbeitsplatz bzw. am Weg von und zur Arbeit passieren. D.h., daß für jeden, der sich nicht privat unfallversichert, an rund 14 Stunden des Tages kein Versicherungsschutz besteht. Trotz dieser Tatsache haben nur 30% aller Österreicher eine private Unfallvorsorge!

Noch erschreckender erscheint diese Tatsache, wenn man bedenkt, daß von den österreichweit rund 800.000 Unfällen allein 570.000 Sport- bzw. Heim- und Freizeitunfälle sind. 1995 wurden allein bei der Sportausübung 118.000 Menschen verletzt. Dies hatte 1,2 Millionen Krankenstandstage, 118.000 Spitalstage und 204 Todesfälle zur Folge. Insgesamt verursachten Privatunfälle, die nicht in den Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung fallen, über 4,8 Millionen Krankenstandstage und rund 1,5 Millionen Spitalstage. Entgegen der allgemeinen Meinung ereignen sich nur ein Bruchteil aller Sportunfälle in den sogenannten Risikosportarten wie Paragliding , Rafting u.ä.. Bei den Sportunfällen schlagen die Breitensportarten am stärksten zu Buche. Im letzten Kalenderjahr verunglückten allein beim Radfahren - Österreichs beliebtester Freizeitsportart - 48.000 Personen, davon 77 tödlich. In der Sportunfallstatistik folgen Fußballspielen (22.000 Verletzte) und Schifahren (18.000 Verletzte, inkl. Snowboarden).

Auch wenn der positive Einfluß von vernünftig betriebener Sportausübung auf Gesundheit und Wohlbefinden außer Frage steht, darf die gewissenhafte Vorbereitung auf keinen Fall vernachlässigt werden. Vor allem beim Schifahren trägt gezielte körperliche Vorbereitung und intakte Ausrüstung zur Verringerung der Unfallzahlen bei. Statistiken zeigen aber, daß nicht einmal jeder fünfte Schifahrer mit einer korrekt eingestellten Bindung unterwegs ist!

Die häufigsten Verletzungen im Schisport sind Verstauchungen und Zerrungen des Knies, des Beines, der Hand und des Handgelenkes. Bei Radfahrern führen Unfälle überwiegend zu Prellungen der oberen und der unteren Extremitäten aber auch vermehrt zu Kopfverletzungen. Das Risiko, einen tödlichen Unfall bei dieser Sportart zu erleiden, ist mehr als zweimal so hoch wie beim Schifahren.

Angesichts der Schwere vieler Verletzungen, sowohl bei Verkehrs-als auch bei Sport- und Freizeitunfällen entstehen meist enorme Folgekosten. Sei es durch die Ausgaben für die Anschaffung von medizinischen Behelfen oder auch durch die Notwendigkeit von baulichen Maßnahmen im Falle bleibender Behinderung. Für derartige Vorkehrungen sind oft Beträge in der Höhe von mehreren Millionen Schilling notwendig.

Wie einfach es ist, sich gegen die Folgekosten von Unfällen in allen Lebensbereichen optimal abzusichern, demonstriert Dir. Stv. Mag. Harald Londer, Leiter des Unfallbereiches der Raiffeisen-Versicherung und der Bundesländer-Versicherung, mit folgendem Beispiel: 'Investiert man ca. 300,- öS im Monat in seine private Unfallvorsorge - das entspricht den Kosten eines Abendessens - so genießt man einen Unfallschutz von bis zu 4,5 Millionen Schilling! Eine minimale Ausgabe - für maximalen Schutz!'

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Norbert Heller
Bundesländer/Raiffeisen-Versicherung
Tel.: 01-211 11/3414
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