Gewerbeverein: TU Wien wird finanziell ausgehungert!

Wien (OTS) - Vergleicht man die Aufwendungen, die die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich je Studierendem 1996 aufwendete, mit den Vergleichszahlen der Technischen Universität Wien, so gilt offensichtlich die Schilling-/Frankenparität mit 1:1, statt 1:8,5 - stellt der Österreichische Gewerbeverein in einer Aussendung fest.

Daß Geld die Qualität der Absolventen nicht alleine stimuliert ist ganz klar. Daß es aber zu denken geben muß, wenn eine erfolgreiche technische Universität in einem erfolgreichen High-Tech-Land, wie der Schweiz pro Studierenden fast 10mal mehr investiert, kommt nicht von ungefähr.

Österreichs Wirtschaft fordert daher von der Bundesregierung, daß die anwendungsnahen Universitäten Österreichs auch nur annähernd so dotiert werden, wie im westlichen Ausland.

Es genügt, daß wir bei dem auf das Bruttoinlandsprodukt bezogenen Forschungsaufwand mit nur 1,5 Prozent unter "ferner liefen" in der zivilisierten Welt liegen.

Man muß sich bewußt sein, daß erstklassige Universitätslehrer aus dem Ausland nur zu rekrutieren sind, wenn sie entsprechend dotiert werden und auch die erforderlichen Mittel für ihr technisches Equipment in Aussicht gestellt erhalten.

In diesem Sinne sollte man - so der Wirtschaftsstandort Österreich nicht vernachlässigt werden soll - den technischen Universitäten wenigstens ein Vielfaches jener Dotierung zukommen lassen, die heute zur Verfügung steht. Es muß ja nicht sofort der Wert der ETH Zürich sein!

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