Muzik: Bereits ein halbes Jahr Chaos für NÖ Pendler wegen Pröll- Untätigkeit

Kurzparkzonen, aber keine Park & Ride-Plätze

St. Pölten (SPI) - "Bereits ein halbes Jahr sehen sich die NÖ Pendler mit einer Verschärfung ihrer ohnehin schwierigen Verkehrssituation konfrontiert. Mit der Einführung durchgehender Kurzparkzonen in den Wiener Gemeindebezirken IV und V mit Juni
1997 stehen insgesamt 53.000 Parkplätze für Pendler nicht mehr zur Verfügung. Trotz dieser alarmierenden Situation tut der zuständige Landesverkehrsreferent, Landeshauptmann Pröll nichts, um den Bau von Park & Ride-Anlagen in NÖ wirksam voranzutreiben und damit den NÖ Pendlern unter die Arme zu greifen", stellte SPÖ-NÖ-Verkehrssprecher Hans Muzik fest.****

"80 Prozent der Pendler in unserem Land fahren mit dem PKW in die Arbeit. Tausende Park & Ride Plätze fehlen noch immer in Niederösterreich. Zu diesem Schluß kommt eine Untersuchung der AKNÖ, die bereits vor einem halben Jahr die Misere aufgezeigt hat. Laut Vertrag mit dem Bund sollen bis zum Jahr 2000 19.000 bis
24.000 Park & Ride-Plätze für PKWs in NÖ zusätzlich gebaut werden. Auch die Finanzierung wurde geklärt. Der Bund übernimmt jeweils 50 Prozent der Kosten, das Land - je nach Wirtschaftskraft der betroffenen Gemeinde - 35 bis 50 Prozent", erinnerte Muzik.

"Leider ließ Pröll aber bisher nur 1.600 Plätze bauen und 4.500 planen. Im Jahr 2000 werden daher höchstens 5.000 anstatt 24.000 zusätzliche Park & Ride Plätze für die NÖ Pendler zur Verfügung stehen, was umso unverständlicher ist, als die finanziellen Mittel dafür aus den Einnahmen der MöSt-Erhöhung zweckgebunden zur Verfügung stehen. Die Verbreitung von Jubelmeldungen durch seinen Verkehrssprecher Treitler, welcher sich gestern in einer
Aussendung über "tausende gebauter oder in Bau befindlicher Park&Ride-Anlagen" freuen durfte (Niederösterreich allein hat nur 572 Gemeinden!) ist zwar politisch etwas irrational, entspricht
aber ganz der ausschließlichen Propagandalinie der VP NÖ. Lippenbekenntnisse seitens der VP NÖ bringen den Pendlern keine Erleichterungen bei ihrem täglichen "Parkplatz-Spießrutenlauf", so der Verkehrssprecher, der Pröll abschließend aufforderte, endlich Taten statt Worte zu setzen.
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