MANN : ÖSPAG DEMONSTRIERT WILLKÜR DES KAPITALS

Keine Rücksicht auf Geschichte und Arbeitnehmer

St. Pölten (SPI) Beim Kampf um den Weiterbestand der ÖSPAG und der Fortführung der traditionsreichen - über 200 Jahre alten -Produktionsstätte in Wilhelmsburg zeigt sich einmal mehr die menschenverachtende Willkür des Kapitals und seiner hemmungslosen Gewinnmaximierungsstrategie. Denn obwohl durch Sparprogramme die Abgänge des Geschirrbereichs so reduziert werden konnten, daß dieser im nächsten Jahr zumindest wieder ausgeglichen bilanzieren könnte, soll geschlossen werden und es ist noch längst nicht sicher, ob die Schweizer Konzernherren einem MBO zustimmen werden, erklärte der Landesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ-NÖ (JG-NÖ), Dr. Stefan Mann, Dienstag aus Anlaß des montägigen Schweigemarsches der Belegschaft und der Betriebsversammlung im Volksheim Wilhelmsburg. "Wir werden den Herren in der Schweiz klarmachen müssen, daß es dann eben kein Lilienporzellan mehr auf den heimischen Tischen geben wird, wenn es nicht von unseren Arbeitnehmern produziert wird", hob Mann hervor.

Eine der stärksten Waffen im Kampf gegen die Auslagerungsstrategien ist die bewußte Steuerung der Märkte, um die es auch dem Kapital letztendlich geht - denn ohne
entsprechende Märkte gibt es keine Gewinne. "Es bedarf einer umfassenden Solidarität der Arbeitnehmer in ihrer Rolle als Konsumenten, mit einer klaren Bevorzugung von in Österreich hergestellten Waren", unterstrich der Landesvorsitzende der JG-NÖ. Die Herren des Kapitals in den europäischen und internationalen Konzernzentralen denken und handeln nur in Zahlen, also bescheren wir ihnen Umsatzeinbrüche und schwindende Marktanteile damit sie begreifen, daß sie so nicht mit uns umgehen können. "Parallel zum Aufbau einer schlagkräftigen internationalen Interessensvertretung der Arbeitnehmer müssem wir national das solidarische Bewußtsein der Konsumenten stärken - das es bereits gibt, wie die Semperit bewiesen hat", schloß Mann.
(Schluß)nk/ns

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