Wer durchfällt erhält keine höhere Lehrlingsentschädigung

Leischko: "Ansätze des Leistungsprinzips nun auch in der Lehr lingsausbildung verankert"-IST-Löhne im Metallgewerbe + 1,9%

Wien (PWK) - Ein Durchbruch in der Lehrlingsausbildung konnte bei den heurigen Lohnverhandlungen im Metallgewerbe erzielt werden. Wer in der Schule durchfällt, bekommt nicht mehr automatisch die höhere Lehrlingsentschädigung für das nächste Lehrjahr, sondern bleibt auf dem Niveau des abgelaufenen Lehrjahres. Ausgenommen von dieser Regelung sind ungenügende Leistungen aufgrund von Unfall oder Krankheit. "Damit sind erstmals auch Ansätze des Leistungsprinzips in der Lehrlingsausbildung verankert worden", betont Eduard Leischko, Verhandlungsführer der Metallarbeitgeber im Gewerbe. Ziel der Arbeitgeber sei es keinesfalls, sich durch eine hohe Anzahl von Lehrlingen mit negativem Prüfungsabschluß Geld zu sparen, sondern die Einsatzbereitschaft und Motivation der Lehrlinge zu erhöhen. ****

Erleichterungen gibt es für ausbildende Betriebe auch im Rahmen des Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetzes. So müssen für Lehrlinge in den Lehrberufen Optiker, Hörgeräteakustiker, Bandagisten und Orthopädiemechaniker (ausgenommen Wien und NÖ), Gold- und Silberschmiede, Uhrmacher und Landmaschinentechniker die beiden Kalendertage der Wochenfreizeit nicht aufeinander folgen, wenn dies aus organisatorischen Gründen notwendig oder im Interesse der Lehrlinge ist. In diesen Fällen kann jener Teil der Wochenfreizeit, in den der Sonntag fällt, auf unter 43 Stunden verkürzt werden. Der zweite freie Tag muß in der darauffolgenden Woche freigegeben werden und darf kein Berufschultag sein.

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