Gewerbeverein: Grölende öffentlich-rechtliche Bedienstete

Wien (OTS) - Öffentlich-rechtlich Bedienstete nahmen für sich stets in Anspruch, etwas Besonderes zu sein. Ex-GÖD-Chef Dohr unterstrich dies etwa damit, daß er zwischen Versorgungsgenüssen der Beamten und normalen Pensionen unterschied.

Nach Ansicht des Österreichischen Gewerbevereins sind öffentlich-rechtlich Bedienstete jedoch ganz normale Angestellte und Arbeiter - sieht man von ein paar im hoheitsrechtlichem Bereich Tätigen ab.

Die gewerkschaftlichen Vertreter des öffentlich-rechtlichen Dienstes haben sich jedenfalls gestern im Vergleich zum Angestellten in einer Form verhalten, die kraß unwürdig ist. Daß solche Standesvertreter auch noch Privilegien weiter aufrechterhalten wollen und sollten, ist jedenfalls der Bevölkerung des Landes nun überhaupt nicht mehr zumutbar.

Regierungsvertreter - und damit ihre Dienstgeber - wie Stadionbesucher auszubuhen, ist eines öffentlich-rechtlich beamteten Standesvertreter unwüdig. In jedem privatrechtlichen Dienstverhältnis hätte dies schwerwiegende arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich gezogen.

Man kann schon verstehen, daß es weh tut, daß langsam - viel zu langsam - die 96.000,- Monatspensionen leicht ausgedünnt werden. Wenn aber bei Standesvertretern des öffentlich-rechtlichen Dienstes nach Erklärungen seitens Regierungsvertretern noch immer ein fehlgeleitetes Unrechtsbewußtsein existiert, dann fragt man sich, welches Rechtsbewußtsein solche Leute und jene, die sie vertreten, in Ausübung ihrer Tätigkeiten im öffentlich-rechtlichen Bereich aufbringen.

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