Bartenstein: EU-Jugendprogramme sollen eigenständig bleiben

Jugendministerrat der EU tagt morgen in Luxemburg

Wien (OTS) - Vor dem morgen, Dienstag, in Luxemburg stattfindenden EU-Jugendministerrat spricht sich Jugendminister Dr. Martin Bartenstein gegen eine Zusammenlegung des Jugendaustauschprogramms "Jugend für Europa" und des Europäischen Freiwilligendiensts mit den EU-Bildungsprogrammen SOKRATES und LEONARDO aus. In der EU-Kommission wird eine Zusammenlegung unter ein gemeinsames organisatorisches und budgetäres Dach favorisiert.

Inhaltlich seien die beiden Schienen zu verschieden, begründet Bartenstein seine Position. Es bestehe die Gefahr, daß die reinen Bildungsprogramme den Jugendaustausch und den Freiwilligendienst in den Hintergrund drängen. Die künftige EU-Jugendpolitik solle aber diesen beiden Angeboten weiterhin eine eigenständige und gewichtige Rolle zugestehen. "Wir brauchen beide Programme", so Bartenstein. "'Jugend für Europa' ermöglicht Austausch und Begegnung für viele, der Freiwilligendienst soll vertiefte Erfahrungen für jene Jugendlichen bringen, die daraus für ihre Lebensorientierung Nutzung ziehen können."

Das solle auch die EU-Kommission bei der zeitlichen Festlegung der beiden Jugendprogramme in Betracht ziehen. "Jugend für Europa" läuft 1999 aus, ebenso sollte auch das Ende des Freiwilligen- Programms von 2002 auf 1999 vorgezogen werden. Das würde eine Chancengleichheit der beiden Angebote bedeuten und ein Präjudiz für die künftige EU-Jugendpolitik verhindern, sagte Bartenstein. In einem informellen Gespräch mit EU-Jugendkommissärin Edith Cresson sowie seinen Kollegen aus Luxemburg, Großbritannien und den Niederlanden heute, Montag, abend wird Bartenstein diese österreichischen Positionen schon vor dem eigentlichen Konferenzbeginn präsentieren.

Außerdem wird Bartenstein in Luxemburg für eine Verstärkung der Suchtprävention in der Jugendpolitik plädieren. In Österreich soll 1998 eine Kampagne das Interesse an Suchtvorbeugung wecken und auf die vielfältigen Ursachen von Süchten aufmerksam machen. In der Vernetzung von Gruppen, Initiativen und Fachleuten sieht Bartenstein die wirksamste Methode, internationale Trends zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen vorzubereiten.

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