Weintögl weist Vorwürfe scharf zurück

Niederösterreichischer Ärztechef: Vertragsauflösung mit Bauernkasse richtet sich gegen Bauernvertreter und nicht gegen Patienten - Kasse zu Direktverrechnung bei Medikamentenabgabe aufgefordert

Wien (OTS) - Der Präsident der Ärztekammer für Niederösterreich, Dr. Gerhard Weintögl, betonte Montag in einer Aussendung, daß die sofortige Auflösung des Vertrages zwischen Österreichischer Ärztekammer und bäuerlicher Krankenkasse gegen die Vorgangsweise der Funktionäre der Versicherung und keineswegs gegen die Patienten gerichtet sei. "Die Selbstaufgabe der Krankenkasse durch die politisch paktierte Eingliederung in das System der Gebietskrankenkassen wurde im Einvernehmen mit der Bundesregierung ohne jegliche Rücksprache mit den Betroffenen - den Ärzten -beschlossen. Dies widerspricht eklatant den Grundsätzen von politischem Anstand und demokratischen Gepflogenheiten und stellt einen schweren Vertrauensbruch dar", sagte Weintögl.

Der niederösterreichische Ärztechef verwahrte sich auch schärfstens gegen die Vorwürfe der bäuerlichen Sozialversicherung, bei der künftigen Medikamentenabgabe durch hausapothekenführende Ärzte Schikanen empfohlen zu haben. Weintögl: "Die Empfehlung zur Privatrezeptur ist die einzige, gesetzlich mögliche Vorgangsweise." Sollte es jedoch der Bauernkasse gelingen, die Direktverrechnung bei der Abgabe von Arzneimitteln durch hausapothekenführende Ärzte gesetzeskonform zu ermöglichen, so würden sich die Ärzte im Interesse der Patienten sicherlich nicht widersetzen, so Weintögl abschließend. (Schluß)

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