Erhöhte Unfallgefahr durch winterliche Witterungsverhältnisse KfV appelliert an Kfz-Lenker: Fahrweise dem beginnenden Winterwetter anpassen - Schnee- und Eisfahrbahn sowie schlechte Sicht erhöhen das Unfallrisiko

Wien (OTS) - Den Fahrstil den Witterungsverhältnissen anpassen -
so der Appell des Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts des Wintereinbruchs in den letzten Tagen. Das heißt: die Fahrgeschwindigkeit reduzieren, Sicherheitsabstand halten und das Abblendlicht einschalten.

Während auf trockener Fahrbahn bei "normaler Fahrweise" die Sicherheitsreserven für die Haftung der Reifen das 5 bis 10-fache der ausgenützten Haftung betragen, verkleinert sich diese Reserve auf Schnee wesentlich. So kommt es in Gefahrensituationen, die auf trockener Fahrbahn mühelos bewältigt werden könnten, auf Schnee unvermeidlich zum Unfall. Deshalb: Auf Schnee etwa nur maximal halbe Geschwindigkeit und doppelten Sicherheitsabstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis maximal ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheitsabstand. Die Vergrößerung der Sicherheitsabstände ist durch die zu erwartende unterschiedlich griffige Fahrbahn bedingt.

Auf Schnee und Eis sind - wenn möglich - alle abrupten Bewegungen des Fahrzeugs, wie schnelles Lenken, starkes Bremsen, "hartes" Schalten (Kuppeln) und starkes Gasgeben, zu vermeiden. Der Fahrer sollte vorausschauend und "weich" fahren.

Das Abblendlicht auch am Tag einschalten, um besser gesehen zu werden! Die Verwendung von Nebellicht und Nebelschlußleuchten ist nur bei Sichtbehinderung wie z. B. durch Nebel, Regen und Schneefall sinnvoll. Der Richtwert ist hier: Wird man selbst durch Nebelschlußleuchten geblendet, so sollte man auch die eigenen abdrehen. Nebelscheinwerfer können auch bei Dunkelheit auf kurvenreichen Strecken eingeschaltet werden.

Niemals "blind" in "Nebelwände" einfahren: Bei schlechten Sicht-und Fahrbahnverhältnissen ist das "Fahren auf Sicht" besonders wichtig.

In der Woche vom 20. bis 26. Oktober 1997 kamen 16 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Unfallursachen waren nicht angepaßte Geschwindigkeit (5), riskantes Überholen (4) und Vorrangverletzungen (3). 3 der 16 Unfallopfer waren nicht angegurtet.

Von 1. Jänner bis zum 26. Oktober dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 894 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum es Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 843 Menschen tödlich.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0098).

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