Wiener Liberale fordern Netzwerk gegen Kindesmißbrauch

Hecht: " Einsatz der Mittel zwischen Informationskampagnen und Hilfseinrichtungen muß ausgewogen sein!"

Wien (OTS) Im Zeitraum von 1992 bis 1995 sind die Anzeigen wegen Mißbrauchs von Kindern um ein Fünftel gestiegen. Kommunale und staatliche Institutionen stehen diesen Verbrechen weitgehend macht-und tatenlos gegenüber. Gabriele Hecht, Klubvorsitzende der Wiener Liberalen, forderte deshalb erneut ein Netzwerk gegen Kindesmißbrauch.

Dazu sei eine Vernetzung von Multiplikatoren, wie Eltern, Lehrer und Kinder, zusammen mit Aufklärung und Information notwendig. Eine bessere Aus- und Weiterbildung für LehrerInnen und KindergärtnerInnen müsse mit einer psychologischen Betreuung durch Vertrauenspersonen an den Schulen Hand in Hand gehen, forderte Hecht. Außerdem müsse die Kinder- und Jugendanwaltschaft zu einer zentralen Anlaufstelle für die Opfer ausgebaut werden. Genau so wichtig ist nach Ansicht Gabriele Hechts eine gebührenfreie Notrufnummer für die Kinder und Jugendlichen.

Eine Informationskampagne bezeichnete Hecht als notwendig und wichtig, aber die derzeit laufende Medienkampagene der MA 11 sei komplett fehlgeleitet. Sobald nämlich die Aufklärung Wirkung zeige, seien aber die entsprechenden Hilfseinrichtungen nicht entsprechend ausgerüstet, denn der Einsatz der Mittel sei bei weitem nicht ausgewogen. "Es schmerzt mich, daß viele Millionen in PR-Kampagnen fließen, während für jene Einrichtungen, wie zum Beispiel die Möwe, die den Kindern wirklich konkret helfen, überhaupt kein Geld bereitgestellt wird," meinte Hecht abschließend.

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