Rumänien als Investitionsland stark im Kommen

WKÖ-Firmendelegation begleitet BM Farnleitner nach Bukarest - Besonderes Interesse an Eisenbahn- und Straßenbauprojekten

Wien (PWK) - Die Wirtschaftskammer Österreich führt eine geballte Exportoffensive in Rumänien durch. Derzeit tagt in Bukarest das österreichisch-rumänische Kammer-Kontaktkomitee unter Vorsitz von WKÖ-Vizepräsidentin Ingrid Tichy-Schreder. An der gleichzeitig stattfindenden Bukarester Investitionsmesse ist Österreich mit einer Reihe von interessierten Unternehmern und Seminar-Vortragenden vertreten. Am Dienstag (28. Oktober) trifft der rumänische Vizepremier Adrian Severin im Rahmen seines Wien-Besuches mit Spitzenvertretern der WKÖ zusammen. Von 30. bis 31. Oktober begleitet eine WKÖ-Wirtschaftsdelegation Bundesminister Hannes Farnleitner in die rumänische Hauptstadt. ****

Die 33 an dieser Delegation teilnehmenden Firmen verfolgen in Rumänien Projekt- und Investitionsinteressen in einem Gesamtwert von rund 1,5 Mrd. S, teilt WKÖ-Referent Nikolaus Seiwald mit. Der Schwerpunkt liegt bei Maschinenlieferungen und Bauvorhaben. "Die Firmen haben massives Interesse an der Modernisierung der rumänischen Staatsbahnen und am Ausbau des Straßennetzes, etliche wollen sich auch konkret an der Privatisierung in Rumänien beteiligen" (Seiwald).

Als Auslandsinvestor in Rumänien liegt Österreich weltweit auf Rang sieben. Im laufenden Jahr ist die Gesamtsumme der österreichischen Investitionen dank einiger Großprojekte um 150 Prozent angewachsen und hat 1,6 Mrd. S erreicht.

Österreichische Firmen sind gegenwärtig an rund 1300 Joint Ventures in Rumänien beteiligt. Im Vergleich zu Ungarn, wo es weit über 5000 Unternehmen mit Österreich-Beteiligung gibt, herrscht hier noch Nachholbedarf, meint Seiwald. Rumänien sei sehr bemüht, ausländische Investoren durch attraktive Konditionen ins Land zu holen. Trotz der immer noch vorhandenen Risiken sollten die heimischen Firmen die Chancen verstärkt nützen. Der internationale Wettbewerb auf dem rumänischen Investitionsmarkt sei in vollem Gange.

Die österreichische Wirtschaft ist an einer stärkeren Einbindung Rumäniens in den EU-Markt sehr interessiert und unterstützt die Beitritts-Bestrebungen Rumäniens unter anderem durch Beiträge zur Managerausbildung, erklärt Seiwald. Seit 1990 wurden rund 6.500 rumänische Manager in Spezialseminaren ausgebildet.

Das Interesse der österreichischen Firmen an einer Zusammenarbeit mit Rumänien zeigte sich auch bei der kürzlich abgehaltenen Internationalen Bukarester Messe TIB. Österreich war mit insgesamt 70 Firmen die drittgrößte Teilnehmernation (hinter Deutschland und Italien). 55 Firmen hatten im Österreich-Pavillon der WKÖ ausgestellt.

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WKÖ, AW-Abteilung
Tel: 01/50105-4325Dr. Nikolaus Seiwald

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