Dirnberger fordert Klarstellung der Bundesregierung zur geplanten Euro-Nettopreis-Auszeichnung

Politik darf Verschlechterungen für Konsumenten nicht zulassen

Wien (OTS) - Die nun bekannt gewordenen Pläne europäischer Unternehmer- und Wirtschaftskreise, nach der Einführung des Euro die Verbraucherpreise nur mehr "netto" auszuzeichnen, kritisierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) als "unverschämt". "Das kann ja nur ein verfrühter Faschingsscherz sein. Wer so etwas plant, hintertreibt den europäischen Einigungsprozeß. Denn derartiges muß zu Ablehnung und Protesten der Bevölkerung führen"

Wie Dirnberger weiters betonte, erwartet er sich eine sofortige Klarstellung der Bundesregierung zu diesen Plänen, denn ansonsten ist das Mißtrauen von ÖGB und AK gegen den Euro mehr als berechtigt. "Für den Konsumenten sind die für sie gültigen Endverbraucherpreise, inklusive aller Abgaben und Steuern, bei der Kaufentscheidung wichtig und nicht irgendwelche Zwischensummen. Wenn das Konsumentschutz a la EU ist, dann können sich die Konsumenten auf schlimme Zeiten gefaßt machen. Das dürfen Bundesregierung und EU-Politiker nicht zulassen."

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AK-Vizepräsident A. Dirnberger

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