Appell an Regierung: "Tourismusanliegen nicht länger ignorieren"

Tourismusoffensive soll Aufbruchsstimmung vermitteln - Kröll: "Ohne mehr Flexibilität keine Wende zum Besseren"

Wien (PWK) - Die Vertreter des Tourismus fordern die
Bundesregierung auf, die berechtigten Interessen dieses Wirtschaftszweiges zu ihrer Sache zu machen. An Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner geht der dringende Appell, sich dabei in vorderster Front zu engagieren. ****

Es dürfe nicht länger geschehen, daß Anliegen dieser Branche mit dem Hinweis auf die föderalistische Struktur Österreichs beiseite geschoben werden. "Der Bund kann sich aus seiner Verantwortung gegenüber dem Tourismus nicht einfach absentieren. Der Bereich der Privatwirtschaftsverwaltung eröffnet Möglichkeiten genug, hier tätig zu werden", unterstreicht Bundessektionsobmann Hansjörg Kröll den bisher nicht berücksichtigten Standpunkt der Tourismuswirtschaft. Es seien unverzüglich alle Schritte einzuleiten, um die bereits mehrmals eingeforderte "Tourismusmilliarde" umzusetzen.

Die damit verbundene Tourismusoffensive könne den Betrieben die nötige Aufbruchsstimmung vermitteln. "Ich glaube, daß wir selbst gefordert sind, Gastfreundschaft in den Vordergrund zu stellen, dazu aber die richtigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen brauchen", erklärte Kröll in Wien vor den aus allen Teilen Österreichs angereisten Teilnehmern an der Erweiterten Sektionsleitungssitzung der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Wesentliche Voraussetzung für ein Florieren des heimischen Tourismus ist nach Ansicht Krölls ein stärkerer Inlandstourismus. Während beispielsweise in der Schweiz mehr als die Hälfte der Bevölkerung und in Frankreich oder Spanien sogar mehr als 60 Prozent im eigenen Land Urlaub machen, sind es in Österreich 24 Prozent. "Wenn wir nur den Prozentsatz der Schweiz erreichen könnten, hätten wir ein Mehr an Übernachtungen von fast 30 Millionen. Damit wäre Österreich für die Schwankungen des internationalen Tourismus viel weniger anfällig". Es sei daher notwendig, den österreichischen Gast in der Werbung künftig noch viel stärker anzusprechen.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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