Kultur-Tourismus als "Lokomotive" für neue Gäste

Schimka: "Eine der zentralen Chancen Niederösterreichs" - Stifte und Klöster bei Feiern "2000 Jahre Christentum"

Wien (PWK) - Österreich gilt weltweit als Land der Kunst und Kultur. Unser Land kann daher vom touristischen "Megatrend" Kulturreisen stärker als andere Länder profitieren und sich im hart umkämpften internationalen Reisegeschäft mit einem unverwechselbaren "Nischen-Produkt" positionieren. ****

"Kultur-Tourismus ist eine der zentralen Chancen. Als ergänzendem Umfeld der Kulturmetropole Wien kommt heute gerade Niederösterreich im touristischen "Goldenen Dreieck' zwischen Prag, Wien und Budapest ein bedeutende Rolle zu", erklärte der Syndikus der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Paul Schimka, Mittwoch abend im Rahmen einer Podiumsveranstaltung mit niederösterreichischen Top-Touristikern unter der Leitung von Dr. Richard Plitzka (Eco Plus) zum Thema "Megatrends und Marktnischen im Tourismus - Chancen für die niederösterreichischen Regionen". In der gegenwärtigen Situation könne speziell die Kultur als "Lokomotive" für die Gewinnung neuer Gäste dienen.

Im internationalen Vergleich ist überall ein erlebnisreicher Kulturtourismus im Vormarsch. Die Tendenz zu einer ausschließlich auf Erholung und Konsum abgestellten Urlaubsgestaltung schwächt sich ab, führte Schimka aus. "Dies hängt mit einem geänderten Weltbild breiter Bevölkerungsschichten, zunehmender Bildung und auch mit der Tatsache zusammen, daß die Medien kulturtouristisch anregend wirken". Der Kulturtourist verfüge über ein höheres Einkommen, sei vielfach Individualreisender, suche Qualität mit entsprechendem Standard und orientiere sich nicht ausschließlich an den Kosten. Seine bevorzugten Saisonen sind Frühjahr und Herbst. "Das heißt, daß der Kulturtourist der interessante und attraktive Gast schlechthin ist, der zu einer höheren Umwegrentabilität beiträgt".

Allerdings darf Kulturtourismus nicht kleinräumig gesehen werden. Regionale Grenzen sind nicht mit touristischen Interessensgebieten ident. Die Tendenz geht zu größeren Räumen, Regionen und Städteverbünden, die "gesamthaft" erlebt werden wollen. Dieser Trend komme Niederösterreich durchaus zugute.

Eine große Stärke Niederösterreichs sind, wie Schimka hervorhob, zweifellos seine zahlreichen Klöster und Stifte. Auf Anregung der Wirtschaftskammer hat das Wirtschaftsministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die unter dem Titel "Österreichs Stifte und Klöster im europäischen Konnex" eine Bestandsaufnahme der touristisch bemerkenswerten Klöster und deren Einbindung in das touristische Angebot aufzeigt. Diese Studie, die noch heuer von Minister Hannes Farnleitner vorgestellt werden soll, verweist vor allem darauf, daß gerade noch gut zwei Jahre bis zu den 2000-Jahr-Feiern der katholischen Kirche bleiben.

Nicht nur in Italien sind für dieses Jahr große Ausstellungen und Festveranstaltungen geplant. In Österreich wird dabei die Erinnerung an die Geschichte der Stifte und Klöster im Vordergrund stehen. Ein wichtiger Beitrag Österreichs zum europäisch-abendländischen Weltkulturerbe ist zweifellos die einmalige Bau- und Landschaftskultur der Ordensniederlassungen, die kaum sonstwo in vergleichbarer Dichte und Qualität anzutreffen ist.

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Syndikus Dr. Paul Schimka
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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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