Greenpeace kontra Rauch-Kallat: Patent-Richtlinie erlaubt Gen-Klau und Patente auf Menschen-Gene

"Verharmlosungstaktik von Rauch-Kallat ist Mißachtung des Volksbegehrens; Ursprungsdeklaration von Genen nötig"

Wien (OTS) - Greenpeace widersprach heute den Beruhigungsversuchen der ÖVP-Generalsekretärin Rauch Kallat in Sachen EU-Patentrichtlinie heftig und erneuerte die Forderung nach einer klaren Ablehnung des letzten Kommissionsentwurfes. Rauch-Kallat und die ÖVP setzen sich das Gentechnik-Volksbegehren hinweg und mißachte den Willen von mehr als 1,2 Millionen Unterzeichnern, wenn sie eine klare Positionierung Österreichs verhindern.

Greenpeace warnte auch vor einer neuerlichen Vertagung der Patententscheidung im heutigen Hauptausschuß auf einen Termin kurz vor der EU-Abstimmung. Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer: "Es ist völlig inakzeptabel, wenn das österreichische Parlament erst wenige Tage vor der Entscheidung im EU-Ministerrat am 27.November eingebunden und vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Farnleitner hat durch das Gentechnik-Volksbegehren einen klaren Auftrag: Keine Patente auf Leben!"

Greenpeace betonte außerdem, daß daß der Richtlinien-Entwurf weiterhin grobe Mängel aufweise. - menschliche Gene dürfen weiterhin patentiert werden - dem "Gen-Klau" werden Tür und Tor geöffnet, weil keine Ursprungsdeklaration von Genen und keine Einwilligung menschlicher "Gen-Spender" vorgeschrieben wird - lediglich Klonierungsverfahren am Menschen sollen nun eindeutig von der Patentierbarkeit ausgeschlossen werden.

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Matthias Schickhofer, Mag.Susanne Fromwald,
Greenpeace Österreich,
Tel.: 01-7130031-44 bzw. 0664-3386503
e-mail: matthias.schickhofer@at.greenpeace.org

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