Nachschulung hat sich international bewährt Österreich kann sich mit seinen Erfolgen sehen lassen

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit, die Deutsche Bundesanstalt für Straßenwesen und die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung veranstalteten vom 20. bis zum 22. Oktober 1997 in Berlin den 6. internationalen Workshop "Driver Improvement", der sich mit neuesten Erkenntnissen, Ereignissen und Erfolgen von Nachschulungen für verkehrsauffällige Lenker ("Driver Improvement") beschäftigt.

Forderungen des Workshops:

  • Bessere Überwachung als Voraussetzung für das Funktionieren von Nachschulungen.
  • Absenkung des Alkohollimits auf wenigstens 0,5 Promille.
  • Qualitätssicherung von Nachschulungskursen nach ISO 9001.
  • Nachweis der Wirksamkeit der Kurse vor Anerkennung der Modelle.

Von allen Fachleuten wurde die Bedeutung von Nachschulungsmaßnahmen zur Erhaltung oder Wiedererlangung des Führerscheines, der für die meisten von unverzichtbarem Wert ist, unterstrichen.

In Deutschland besuchen 37.000, in der Schweiz 4.000 und in Österreich 9.000 Personen Nachschulungskurse für verkehrsauffällige bzw. alkoholauffällige Kraftfahrer. Diese Zahlen rechtfertigen, daß sich mehr als 300 Psychologen, Juristen, Politiker und Behördenvertreter an dem Kongreß beteiligten und in über 60 Vorträgen über die Problematik der Nachschulungskurse Meinungen austauschten.

Wichtige Themen waren die Qualitätssicherung, wobei hier nach dem internationalen Standard nach ISO 9001 ausgegangen wird - ein Kriterium, das das KfV bereits erfüllt - sowie Wirksamkeit, Nutzen und Vergleich der rechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern.

In Österreich sollen mit dem neuen Führerscheingesetz für die bewährten Nachschulungen neue Rahmenbedingungen geschaffen werden. Eine spezielle Verordnung soll die Anforderungen und die Qualitätssicherung näher regeln. Der internationale Standard, die Zertifizierung nach ISO 9001 und die Anerkennung durch akkreditierte Institutionen, sollte jedenfalls enthalten sein. Dies bedeutet auch daß der Anbieter von Nachschulungskursen höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Nachschulungen für verkehrs- bzw. alkoholauffällige Lenker oder auch Aufbauseminare, wie sie im deutschen Punkteführerscheinsystem vorgesehen sind, werden EU-weit unter verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen durchgeführt. Freiwillige Teilnahme und Punktegewinn in Deutschland und Frankreich existieren ebenso, wie die verpflichtende Teilnahme zur Vermeidung von schwereren Unfallfolgen.

Daher unterstreicht das KfV neuerlich seine Forderung nach Einführung der 0,5-Promillegrenze und nach einem Punkteführerscheinsystem, um den europäischen Standard zu erreichen und diesem gerecht zu werden.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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