Wirtschaftskammer: Subventionspraxis des AMS am Ende

Vorschläge des Arbeitsmarktservice zur Ausbildungsreform nicht zeitgemäß und überholt

Wien (PWK) - In der EU wird versucht, die Lehrlingsausbildung möglichst auch dort einzuführen, wo es sie noch nicht gibt. So gesehen sind die …ktuellen Vorschläge des AMS (Arbeitsmarktservice) in puncto Reform der Lehrlingsausbildung nicht nur kontraproduktiv, sondern auch nicht zeitgemäß. "In Wirklichkeit handelt es sich", so Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, "um das Wiederaufwärmen von Uraltforderungen nach Verschulung der Berufsausbildung, die sich überall dort, wo praktiziert wird, in steigender Jugendarbeitslosigkeit niedergeschlagen hat". ****

Richtig ist, daß die Förderungspraxis des AMS in eine Sackgasse geführt hat. Aus ideologischen Überlegungen werden, insbesondere von der Arbeitnehmerseite initiierte, extrem teure Schulmodelle gefördert, bei denen die Jugendlichen auch noch vom AMS eine Art ,Schülergehalt" erhalten. Konkret ist das jüngste Beispiel in Niederösterreich zu nennen, wo das Berufsförderungsinstitut Niederösterreich Lehrwerkstätten organisieren will, ohne ausreichende Nachfrage von Lehrstellensuchenden in diesem Gebiet bzw. mit hohen öffentlichen Unterstützungen von etwa 30.000 Schilling pro Lehrling und Monat. Kein Wunder, wenn sich der Wirtschaftsminister und die Wirtschaft gegen solche Modelle querlegen und fordert, vorhandene Mittel gezielt zur Entlastung aller Ausbildungsbetriebe einzusetzen und damit neue Ausbildungsplätze zu schaffen.

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Dr. Georg Piskaty

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