Bayerische Vereinsbank: Ergebnis im dritten Quartal über Plan

München (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Die Vereinsbank konnte den
positiven Ergebnistrend des ersten Halbjahrs im dritten Quartal fortsetzen. Im Vergleich zum 30.9.1996 stieg ihr Betriebsergebnis nach Risikovorsorge im Konzern um 26,1 % auf 1.292,7 Mio DM. Ausschlaggebend für den starken Anstieg war sowohl der Basiseffekt aus dem Vergleich mit einem schwachen Vorjahreszeitraum als auch der starke Anstieg des Provisionsgeschäfts und des Eigenhandels in einem sehr günstigen Marktumfeld. Das Bankgeschäft trug 543,9 Mio DM, das Hypothekenbankgeschäft 748,8 Mio DM zu diesem Ergebnis bei.

Die größte Ertragsquelle war mit 3,7 Mrd DM (+ 8,8 %) der Zinsüberschuß. Die Zunahme resultiert vor allem aus dem Hypothekenbankgeschäft, das mit 1,2 Mrd DM (+ 13 %) jetzt 33 % des Zinsüberschusses generiert. Das Volumen der Hypothekendarlehen wuchs um 8,8 % auf 134,5 Mrd DM. Der Schwerpunkt liegt dabei nach wie vor auf der Finanzierung des privaten Wohnungsbaus. Dort stieg das Volumen der Neuzusagen auf 14 Mrd DM; das sind 13,1 % mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Das Bankgeschäft trug 2,5 Mrd DM (+ 6,9 %) zum Zinsüberschuß bei.

Der Provisionsüberschuß stieg um 213,2 Mio DM (+ 24,1 %) auf 1,1 Mrd DM. Gut die Hälfte trug dazu das Wertpapier- und Depotgeschäft bei, das um 35,8 % wuchs. Steigende Erträge brachte auch der Bereich Corporate Finance mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen mit Leasingkonstruktionen, Investmentfonds, Asset Backed und Mortgage Backed Securities sowie Börseneinführungen.

Im Eigenhandel hat die Vereinsbank mit einem Nettoertrag aus Finanzgeschäften von 328,1 Mio DM das Ergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen (+ 72,8 %). Zu diesem guten Ergebnis steuerte der Devisenbereich 147 Mio DM, der Aktienbereich 114,7 Mio DM und der Zinsbereich 66,4 Mio DM bei.

Die laufenden Aufwendungen stiegen um 9,7 % auf 3,2 Mrd DM. Der Sachaufwand wuchs mit 15,2 % deutlich stärker als der Personalaufwand (+ 6,2 %). Er reflektiert vor allem die Umstrukturierung des Vertriebs, den Ausbau der elektronischen Vertriebswege, die Investitionen in die Euro- Umstellung und die erweiterte Auslandspräsenz. Ein guter Prozentpunkt ist auch auf die Erstkonsolidierung der im Juli erworbenen Noris-Bank zurückzuführen.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern beläuft sich auf 22.640 und liegt ohne den Konsolidierungseffekt der Noris-Bank (802 Mitarbeiter) in etwa auf Vorjahresniveau.

Die saldierte Risikovorsorge erhöhte die Vereinsbank auf 697,8 Mio DM (+ 20,2 %). Die Risikosituation im Kreditgeschäft hat sich in Deutschland nicht entspannt; unter Beibehaltung der strengen Beurteilungsmaßstäbe ist auch die Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 13,0 % auf 877,5 Mio DM gestiegen. Der Ertrag aus Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge lag mit 179,7 Mio DM geringfügig unter dem Vorjahreswert (195,8 Mio DM).

Für das Gesamtjahr 1997 erwartet die Vereinsbank eine Fortsetzung der erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Die Steigerung des Betriebsergebnisses wird zum Jahresende allerdings aufgrund eines im Vorjahr hervorragenden vierten Quartals moderater ausfallen. Vorstandssprecher Dr. Albrecht Schmidt: "Ich bin zuversichtlich, daß wir den angepeilten Anstieg um 15 % erreichen werden."

Ende der Mitteilung

Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/03