Vladyka: Statt Jubelmeldungen, eine klare VP-Strategie zur Benachteiligung der Frauen

Realitätsverweigerung der Pröll-Partei in Sachen Kinderbetreuung

St. Pölten, (SPI) - "In Sachen Kinderbetreuung bemüßigt sich Pröll und die VP-Niederösterreich weiter in Realitätsverweigerung - wie anders ist es zu erklären, daß man trotz eines nicht zu deckenden Bedarfes an Tagesmüttern weiter auf diese ausschließliche Betreuungsart setzt. Dies ist wohl nichts anderes als die Fortsetzung der VP-Strategie, andere Wahlmöglichkeiten zu Lasten der Kinder und der Familien einfach politisch auszuschließen", stellt Labg. Vladyka heute fest. So hat die VP-Familiensprecherin vor etwas mehr als einem Jahr (20. Jän. 96) bereits ihre Ablehnung kundgetan, für Kleinstkinder andere Betreuungsmöglichkeiten alternativ zuzulassen.****

Damit stehen viele Gemeinden vor der Problematik, den Bedarf an Betreuungseinrichtungen nicht decken zu können, da es allein die letzten eineinhalb Jahrzehnte gebraucht hat, die heutigen 1.600 Tagesmütter zu erreichen. Somit setzt die VP NÖ und Landeshauptmann Erwin Pröll ihren Kulturkampf auf dem Rücken all jener Frauen und ihrer Familien fort, ohne die Konsequenzen auch
nur annähernd abschätzen zu können. Nicht nur werden immer mehr Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt, auch die Einkommenssituation ihrer Familien wird immer mehr verschlechtert.

"Gefragt ist ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Kinderbetreuungseinrichtungen, ein entsprechendes Eingehen auf die vorliegende Bedarfssituation und eine Förderung von berufstätigen Frauen. Das von der VP NÖ praktizierte Schielen auf parteipolitische Einflußsphären - das NÖ-Hilfswerk, von welchem die Tagesmütterorganisation betrieben wird, ist ja bekanntlich
fest in schwarzer Hand - ist mehr kontraproduktiv und enttarnt den Kurs der Familienpolitik der VP NÖ als bloße Machtpolitik auf Kosten der Frauen", schloß Labg. Christa Vladyka.
(Schluß) fa

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