Der Mann auf dem Tausender-Schein kam aus Niederösterreich

Porträt von Medizin-Nobelpreisträger Landsteiner ziert Banknote

St.Pölten (NLK) - Wer war der Mann, dessen Porträt die neuen Eintausend-Schilling-Banknoten ziert, die es seit gestern gibt?
Der Nobelpreisträger für Medizin Karl Landsteiner (1868 - 1943), der Entdecker der Blutgruppen und des Rhesussy-stems, der Wegbereiter für die Entwicklung des Impfstoffes gegen Kinderlähmung, war ein gebürtiger Niederösterreicher. Er wurde als Sohn des damals sehr bekannten Journalisten Leopold Landsteiner in Baden geboren. Am Pathologisch-anatomischen Institut in Wien beschäftigt, galt das Hauptinteresse des aufstrebenden Wissenschaf-ters der Serologie. Schon 1901 machte er die
Entdeckung seines Lebens: Er identifi-zierte die Blutgruppen. 1908 wechselte er in das Wilhelminenspital. 1917 erwarb er ein Haus in Purkersdorf. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie sah sich Land-steiner in Wien in seiner wissenschaftlichen Arbeit sehr eingeschränkt. Deshalb ging er zunächst nach Holland und 1923 an das Rockefeller-Institut in New York. 1927 nahm er die US-Staatsbürgerschaft an. 1930 erhielt er für seine Entdeckung der Blut-gruppen den Nobelpreis für Medizin. Landsteiner machte mit
der Übertragung des Polio-Erregers auf Affen auch den entscheidenden Schritt für die spätere Entwicklung des Impfstoffes gegen Kinderlähmung. 1940 entdeckte er den Rhesusfaktor. Land-steiner galt aber auch als ausgezeichneter Pianist und hatte große Kenntnisse auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. 1943 verstarb
der große Forscher 75jährig nach einem Herzanfall.

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