Sucht - Gewalt - Abhängigkeiten

NÖ Schulärzte ergreifen Initiative

St.Pölten (NLK) - Ein besonders wichtiges Aufgabengebiet sieht
der schulärztliche Dienst im Landesschulrat für Niederösterreich in der Vorbeugung gegen Zeitphäno-mene wie Sucht, Gewalt und Abhängigkeiten und in der Unterstützung entsprechen-der Erziehungsmaßnahmen durch das Elternhaus. Aufbauend auf den bisherigen Er-fahrungen sollen in enger Zusammenarbeit mit den Schulen Praxismodelle erarbeitet werden. Darüber hinaus wird die neu eingerichtete Initiative "Gesundheitspartnerschaft Schule" als Fach- und Koordinationsstelle für mehr Infor-mationen und Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern, Schulärzten und Eltern sorgen.

Auftakt war eine Fachtagung in Preßbaum, bei der die Entstehungbedingungen so-wohl substanzabhängiger (Alkohol, Medikamente, Drogen usw.) als auch substan-zunabhängiger (Arbeits-, Freß-, Eigen-, Eifer-, Spiel-, Magersucht und ähnliche) Suchtformen in Impulsreferaten und Diskussionen erarbeitet wurden. Hauptreferent war Univ.Prof. Dr. Max Friedrich, Vorstand der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, der eine Ganzheitsdarstellung nach körperlichen, intel-lektuellen, emotionalen und sozialen Faktoren gab. Diese vom schulärztlichen Dienst begonnene intensive Kooperation mit universitären Einrichtungen bezeichnete der Amtsführende Präsident des Landesschulrates, Adolf Stricker, als "beispielgebend für das weitere Zusammenwirken von Wissenschaft und Schulpraxis. Der schulische Be-reich setzt damit in Niederösterreich einen wesentlichen Schritt zur Aufarbeitung und Prophylaxe in diesem komplexen Themenbereich."

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