Stift Altenburg feiert "Troger-Jahr" 1998

Bildband "Paul Troger in der Stiftskirche Altenburg" erscheint

St.Pölten (NLK) - Das Jahr 1998 steht im Zeichen eines großen Malers: Vor 300 Jahren wurde Paul Troger in Welsberg (Tirol) geboren. Er wurde als Freskenmaler in die niederösterreichischen Stifte St.Pölten, St.Andrä, Melk, Zwettl, Altenburg, Seiten-stetten, Geras und Göttweig engagiert und schuf dort Meisterwerke.

Stift Altenburg nimmt das Troger-Jahr zum Anlaß, die im Stift vorhandenen Kunst-werke in einem Bildband der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am 26. Oktober wird im Theatersaal des Stiftes Altenburg das Buch "Paul Troger in der Stiftskirche Altenburg" vorgestellt. Autorin ist Berta Reichenauer, die in Wien Kunsterziehung und Sprachen studierte. Bisher veröffentlichte sie Bildbände über die Maler Grünewald und Breug-hel. Neues Fotomaterial stammt von Andrea Sulzgruber, die unmittelbar nach Ab-schluß der Renovierungsarbeiten vom Gerüst aus fotografieren konnte.

Troger malte nicht nur im Stift selbst: Er stattete auch die Gruftkapelle von Röhren-bach-Greillenstein und die
Wallfahrtskirche von Maria Dreieichen aus. Weitere Aufträ-ge führten ihn nach Mähren, in die Slowakei und nach Ungarn. 1732 malte Troger zwei kleine Kuppeln im Chor der Stiftskirche
Altenburg aus. Danach malte er das Hauptkuppelfresko, den
Hauptaltar sowie Fresken des Altarraumes und im Chor. Bei seit
1993 durchgeführten Renovierungsarbeiten an Fresken und Altären in der Stifts-kirche gewann man auch neue Erkenntnisse über die
Arbeit des Künstlers. Im Buch gibt es 80 Farbabbildungen. Erhältlich ist das neue Werk zum Preis von 390 Schilling im Klosterladen der Benediktinerabtei Altenburg.

Im Kaisertrakt der Abtei findet vom 3. Mai bis 1. November 1998 die Ausstellung "Der Maler des Himmels" statt. Themen der Ausstellung sind die Kunstwerke Trogers im Stift, seine Bindungen zum Stift und seine Fähigkeiten als Architekt. Außer Kunst-werken werden auch seine Werkzeuge präsentiert und seine Arbeitstechniken doku-mentiert. Eine besondere Attraktion: Besucher können vom Gerüst aus Troger-Fresken "hautnah" erleben.

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