Liberale-Hack gegen "Stillstand" in den Stadtbahnbögen: "Private Betreiber sollen den Gürtel beleben!"

Stadtbahnbögen sind nicht nur dazu da, daß die Geleise der Bahn nicht herunterfallen

Wien (OTS) Eine öffentliche Ausschreibung zur Suche eines privaten Betreibers für die Gestaltung des gesamten Bereichs der Stadtbahnbögen im Zuge der Gürtelsanierung forderte heute Michaela Hack, Planungssprecherin des Liberalen Forums im Rathaus. "Ein Drittel der Stadtbahnbögen soll kommerziell genutzt, zwei Drittel soziokulturellen Projekten zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden."

"Wie groß das Interesse an den Bögen ist, unterstreicht die Tatsache, daß sich seit 1995 bereits mehr als 170 Interessenten für die Nutzung gemeldet haben. Eine Vergabe hätte daher bereits viel früher stattfinden können. Dies scheiterte allerdings nicht zuletzt daran, daß der damalige Stadtrat Hatzl sein Mitspracherecht angemeldet hatte", so Hack. Bis heute stellten die Wiener Stadtwerke das größte Hindernis bei der erfolgreichen Vermarktung dar. Die Wiener Linien hätten, so die Liberale Planungssprecherin, kaum Interesse an der Vermarktung gezeigt. "Das magere Ergebnis: gerade einmal 29 Bögen werden angeboten, um die sich 13 Interessenten bewerben." Daß nicht mehr Bögen zur Verfügung stünden, liege einerseits daran, daß von 166 untersuchten Bögen 31 von diversen Magistratsabteilungen und den Stadtwerken, weitere 11 von den Bundestheatern besetzt sind", kritisierte Hack.

Die Liberale Planungssprecherin kritisierte überdies die im wahrsten Sinne des Wortes lückenhafte Umsetzung des laufenden EU-Urban-Projektes in Sachen Oberflächen- und Grünraumgestaltung. "Was etwa fehlt, ist die durchgehende Beleuchtung der Mittelzone des Gürtels. Derzeit existiert nur ein beleuchtetes Probestück zwischen Thalia- und Josefstädterstraße. Hier sind die Bezirksvorsteher, in deren Kompetenz die Straßenbeleuchtung ja fällt, aufgerufen, endlich initiativ zu werden."
Außerdem stelle sich, so Hack, die Frage, was nach dem Auslaufen des EU-Projektes im Jahr 1999 weiter geschehe. Viele der geplanten Maßnahmen ließen sich sowohl zeitlich als auch finanziell nur teilweise im Rahmen des Urban-Projektes verwirklichen. "Die zuständigen Politiker machen jedoch keine Anstalten über dieses Jahr hinauszudenken. Ich vermisse die entsprechenden Vorkehrungen für die Weiterführung des Projektes und die Miteinbeziehung der Bezirke 18, 19 und 9."

Das Liberale Forum fordert neben der öffentlichen Ausschreibung zur Suche eines privaten Betreibers:
* Verhandlungen mit den Bezirken zur raschen Umsetzung des Oberflächengestaltungprogrammes (Beleuchtung, Begrünung etc.)
* Sämtliche vom Magistrat und den Wiener Stadtwerken genutzte Bögen sind zu räumen, Verhandlungen mit den Bundestheatern zu führen.
* Der Radweg entlang des Gürtels soll mit jenem am Donaukanal über die ehemaligen Geleise der Stadtbahn bei der Station Spittelau verbunden werden.

  • Bei allen Bauvorhaben entlang der Gürtelbögen ist besonderes Augenmerk auf die Abstimmung mit dem Urbion-Projekt zu legen (der geplante Autoabstellplatz über dem Betriebsbahnhof im Bereich Michelbeuern ist ein Negativbeispiel für die Fehlplanung im Gürtelbereich)
  • Die Weiterführung und Finanzierung der erfolgreichen Urban- und Urbionprojekte sowie deren Ausweitung auf die gesamte Gürtel-Westregion über das Jahr 1999 hinaus soll von Bund und Gemeinde vorbereitet und sichergestellt werden.

(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000-81557

Liberales Forum - Landtagsklub Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKW/LKW